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[FL 8.17] Da ihr nun dieses wißet, so sage Ich euch, daß dieses die ganz allereigentlichste Entstehungsart der Kometen ist;

[FL 8.18] aber Ich vernehme schon wieder eine Frage in euch, welche also lautet: Ja, wie kommt es denn aber hernach, daß solche Kometen fortbestehen und somit von der Sonne, die sie angezogen hat, mit Nichten gänzlich aufgezehrt werden?

[FL 8.20] Daß ein solcher Komet solches thut, bezeugt euch hinreichend für's Erste sein oft sehr weit gedehnter ihn umgebender Dunstkreis, welcher sich gewöhnlich auf der, der Sonne entgegengesetzten Seite in einen weiten, sogenannten Schweif ausdehnt; was ist aber eigentlich dieser Schweif?

[FL 8.22] Sehet nun, dadurch ist der Sonne zwar ein neuer Kostgänger hinzugewachsen, und wird gar viele Strahlen speisen, bis er zu einer planetarischen Dichtigkeit gelangen wird; hat er aber diese einmal erreicht, so gibt er dann durch seine eigene Centralschwere genöthigt, der Sonne unbeschadet seiner Wesenheit ihre Strahlen zahllosfach zurück; nachdem er bei seiner planetarischen Stellung nicht nur die Strahlen derjenigen Sonne aufnimmt, in deren Gebiete er sich befindet, sondern die Strahlen zahlloser Sonnenkörper, die ihn von allen Seiten umgeben, sauget er in Massen auf, und führt sie dann gewisserart seiner Mutter zu. [In kleiner Schrift: (Siehe auch Jugendgeschichte Kap. 220 – 223)]

[FL 8.26] Zum Theile wisset ihr solches zwar schon ohnehin, dessen ungeachtet aber wird es der Sache keinen Schaden bringen, so dahier eine kleine Wiederholung geschieht, und so höret denn: Diese ausgehenden Licht-Atome sind auch zugleich, wie ihr schon wisset, die erste Stufe und der Entstehungsgrund der euch schon einmal bekannt gegebenen Lichtthierchen.

[FL 8.30] Wie gestaltet aber äußert sich dieses erste positiv-polarische Leben?

[FL 8.33] Da aber, der ewigen Ordnung zufolge, überall ein Stufengang beobachtet wird, welcher an und für sich nichts Anderes ist, als wie eine stets vollkommenere und größere Dichterwerdung des Lebens, was auch ganz natürlich also hergehet, wie mit den rückkehrenden Strahlen, die auch natürlicherweise stets intensiver werden, je näher sie ihrem ursprünglichen Ausgangspunkte rücken, so ist demnach ja auch natürlich, daß das Leben nicht in dieser Zerstreutheit seinem Ursprunge wieder zueilen kann, sondern sammelt sich stets in immer dichteren Formen, und kehret also wieder seinem ewigen Ursprunge zu. —

[FL 8.34] Welches ist aber demnach die nächste Stufe, in welcher sich dieses erste positiv-polarische Leben konsolidiert?

[FL 8.35] Nun, Meine Lieben, lassen wir unsere Fliege auftreten! Sehet, das ist das erste Thierchen, von welchem ein also neu entstandener Planet bevölkert wird; denn, wie ihr wißet, nimmt dieses Thier noch heutigen Tages solche Nahrung zu sich, durch welche ein trillionfaches Leben in ihr zu einem Leben wird, und so werdet ihr es nun wohl begreifen, warum Ich früher sagte: nur noch eine kleine Geduld, und wir werden unsere Fliege bald hinter dem gewaltigen Rauschen unseres neuen Planetenklumpens einhersumsen hören.

[FL 8.37] Ich sage euch aber noch hinzu, daß in dieser Betrachtung als Sammelpunkt des Lebens eine einzelne Fliege mehr zählt, als unser ganzer früher gebildeter Planetklumpen; und wenn ihr solches beachtet, so werdet ihr auch einsehen, wie hoch das Leben selbst nur schon in einem ersten Fünkchen über die äußere Materie erhaben ist, und werdet demnach auch einsehen, um wie vieles das Leben eines einzelnen Menschen höher steht als alle Sonnen und Planeten einer ganzen euch bekannten Hülsenglobe. [In kleiner Schrift: ( Siehe in Nr. 22, XII)]

[FL 9.1] Wir haben in der vorhergehenden Mittheilung unsere Fliege somit als erstes Thier „hinter einem neugebildeten Planeten einhersumsen“ gehört.

[FL 9.2] Es wird nöthig sein, diese Redefigur näher zu erklären; jedoch kann manches Schwächeren willen beigefügt werden, daß dieses nur zeitlich, aber nicht räumlich zu nehmen ist; wodurch dann jemand auf die Idee gelangen könnte, als würde ein ungeheuer großer Fliegenschwarm gleich einem Kometenschweif einem solchen Planeten nachjagen; also solches ist nur zeitlich zu verstehen, wie da aus einer Vorbildungsperiode eine entwickeltere und vollkommenere folgt.

[FL 9.4] Sehet, das ist eine wohlgerathene Bemerkung, und taugt sehr gut, um auf diesem Grunde ein neues festes Gebäude aufzuführen.

[FL 9.7] Da es allezeit dort die meisten Mißmeinungen, oder insgemein Hypothesen, gibt, wo es dem kurzsichtigen Menschenverstande am wenigsten gestattet ist, in die lichte Sphäre der Wirklichkeit hineinzublicken, da auch werden die allerverschiedenartigsten Theorien aufgeführt, von denen immer, wie eine französische Kleidermode, die letzte die herrschende Oberhand führt.

[FL 9.8] Worin besteht aber dieses, worüber in dieser gelehrten Zeit insgemein nahe ebenso viel Theorien existieren, als es Gelehrte selbst gibt?

[FL 9.9] Sehet, das liegt und besteht im Lichte.

[FL 9.11] Wir wollen somit die Hauptfrage stellen: Was ist das Licht? an und für sich selbst, und wie pflanzt es sich fort?

[FL 9.12] Um dieses darzuthun, wird es keineswegs nöthig sein, was immer für eine bestehende irrige Theorie namentlich anzuführen, sondern wir stellen unsere Erklärung auf, und diese mag euch und jedem zu einem Probiersteine dienen, um auf demselben zu erproben, wie viel des edlen oder unedlen Metalles in all den andern angeführten Theorien sich befindet.

[FL 9.14] So ihr das Licht, wie es in der Zeit und im Raume zur Erscheinung kommt, wohl und gründlich erfassen wollet, da müßet ihr dasselbe weder ganz materiell, noch ganz geistig betrachten, sondern materiell und geistig in Verbindung, und es ansehen als eine also gestellte Polarität, da der geistige Theil den positiven, der materielle aber den negativen Pol ausmacht.

[FL 9.15] Diese Polarität ist aber also gestellt, daß sie sich nicht verhält wie Vorderes und Hinteres, sondern wie Inneres und Äußeres, allda dann ist das Innere der positive und das Äußere der negative Pol.

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