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[HS 10.8] Mit etwas Wein und Wasser gekocht heilt dieser Wacholderbeertee auch die Pest, vorausgesetzt, daß dieses Uebel nicht schon das höchste Stadium erreicht hat. Solcher Tee von den Beeren, getrunken, heilt auch die leidige Wassersucht besser als jedes andere Mittel; aber bei der Wassersucht nimmt man besser Wasser allein als Wein dazu.

[HS 10.10] Sammelt die kleine Feldkamille, nehmet aber davon nur die weiße Blüte und den gelben Blütenstaub, gebet diese gesammelten Blüten in eine weiße sogenannte Zucker- oder Einsiedflasche — versteht sich aus gutem weißen Glase; das Glas darf nämlich nicht grün sein —, verstopfet diese Flasche recht wohl und setzet sie so lange der Sonne aus, bis ihr Inhalt beinahe ganz trocken ist; dann stellet ihn in derselben Flasche an einen ganz trockenen Ort!

[HS 10.12] Wer es gerade haben kann, gebe in den Tee 1—2 Gran Bibergeilpulver (Castoreum sibiricum); das wird die Wirkung des Tees erhöhen! Aber die sogenannte Bibergeiltinktur ist nicht anzuraten, außer diese wäre in viermal abgezogenem Wacholderbeergeiste ausgezogen, in welchen man auf ein halbes Seidel ein halbes Lot Bibergeilpulver zu geben hätte.

[HS 10.14] Da habt ihr nun die besten Mittel gegen die Cholera.

[HS 10.15] Nächstens aber werde Ich euch noch mehrere Mittel gegen die schwarze Pest und das sogenannte Gelbe Fieber geben.

[HS 11.2] Im echten Rhabarber liegt eine übergroße Heilkraft, selbst wenn man ihn in rohem Zustande entweder als Pulver oder in Stücken (aber dann freilich im Munde etwas zerkaut) einnimmt. Noch mehr aber bewährt sich seine Heilkraft, so die Wurzel auf nachstehende Weise präpariert wird:

[HS 11.4] Die Wolle soll jedoch nicht knapp auf das Pulver zu liegen kommen. Am besten ist es, so man aus dem Lammfelle ein geradeso großes Quadratstück herausschneidet, als wie groß das Gefäß (etwa eine Tasse) ist und dann dasselbe auf ein gleichgroßes Quadratbrettchen auf der glatten Seite des Felles anklebt. So das Fell eine etwas zu lange Wolle hätte, so stutzt man dieselbe mit einer Schere und reinigt das Fell dann mit einer reinen Bürste.

[HS 11.12] In verhältnismäßig stärkerer Dosis heilt sie, wie gar kein anderes Mittel, die Schwarze Pest und das Gelbe Fieber, oft auch im dritten Stadium noch. Besonders bei der Schwarzen Pest ist noch das zu bemerken, daß die Zimmer von solchen Patienten des Tages öfters mit geschabtem Bockshorn und Wacholderbeeren zu durchräuchern sind. Wenn das Uebel grassiert, ist es auch von guter Wirkung, einen oder zwei Ziegenböcke in das Zimmer des Kranken zu stellen.

[HS 11.13] Wenn man das alles also beachtet, darf diese Schwarze Pest noch so sehr in einem Orte grassieren, so wird sie dadurch von solch einem Hause abgehalten. Und werden die Räucherungen allgemein gebraucht, so wird sie auch binnen längstens drei Tagen verschwinden.

[HS 11.15] Hier habt ihr also die versprochenen Mittel gegen die zwei tödlichsten Uebel auf der Erde.

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