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Die Haushaltung Gottes

[1.15.8] Und siehe, da wurde Ahbel ergriffen und schwang mit der rechten Hand das Schwert der Gerechtigkeit über das Haupt Cahins; und dem Cahin wurden die Augen geöffnet, und er sah sein großes Unrecht ein, da er beschuldigt hatte Gott und seine Eltern, und sah die ganze Schuld in sich und sah die unerforschlichen Wege der ewigen Liebe in Ihrer geheimen und unbegrenzten Weisheit und sah, wie er die eigentliche verführende Schlange selbst war, welche durch die unbegrenzte Erbarmung der ewigen Liebe zum Menschen wurde durch ihn, damit sie, freilich durch eine größere Prüfung, in ihrer einstweiligen segenlosen Schwäche sich dieser Schwäche bewußt werde und sich in dieser ihrer bewußten Schwäche dann endlich, selbst bestimmend in aller Freiheit ihres Wesens, zum Herrn aller Macht und Kraft hätte wenden können und sollen, woher ihr dann auch, gleich den schon Gesegneten, der Segen und dadurch die Wiederaufnahme in die große Gnade der allerbarmenden Liebe in allergrößter Fülle der Macht und der Kraft zugekommen wäre.

[1.15.9] Und er sah, daß diese Schlange, die er soeben verzehrte, er selbst war in seinem noch bösen Teile, und sah, daß er nur durch seinen Ärger dieselbe in ihrer wieder zurückgekehrten Wesenheit auf die Erde hingehaucht habe, und daß die Worte der Schlange seine eigenen waren aus dem noch innersten Fundamente seines Urwesens vor aller Schöpfung der sichtbaren Welt der Materie.

[1.15.10] Und er sah noch, wie er dadurch die Schlange wieder in sich aufnahm, oder wie er sich eigentlich selbst von neuem bestärkt hatte in allem Bösen und dem daraus hervorgehenden Falschen, und sah, wie tief er nun neuerdings gefallen war in den Tod.

[1.15.11] Da fiel er, von großer Reue ergriffen, zur Erde nieder und weinte und schrie überlaut: „Großer, übermächtiger, überstarker und überheiliger Gott! Nun erkenne ich erst meine unendliche Schuld und Schwäche vor Dir, Deine Gerechtigkeit, aber auch Deine unbegrenzte Liebe!

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