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[SA 40.33] Sehet, das ist nun wieder eine politische Hausordnung. Für heute lassen wir es auch bei der bewendet sein; nächstens werden wir noch einige durchgehen, und uns sodann auf die geistige Religionsverfassung wenden.

[SA 45.8] Wenn er nun geworden ist ein vollkommener Künstler, was lebt er dann für ein Leben? das des Schülers sicher nicht, sondern das des freien Meisters; wird er aber darum ein Feind seines früheren Schülerlebens? - O nein, sondern er macht als großer Meister noch immer nur mit wahrem großen Vergnügen das mit, was er als Schüler gemacht hat; er spielt noch immer recht fleißig die Tonleiter, und wiederholt sich alle andern Uebungen, die er als Schüler durchgemacht hat; aber mit welchem Unterschiede! Was er mühsam, schwerfällig und mit bedeutendem Kraftaufwande als Schüler gethan hat, das thut er jetzt mit großer Leichtigkeit, Ungezwungenheit, Bestimmtheit und voll der inneren geistigen Bedeutung.

[GR 4.30] Oder habt ihr noch nie darüber nachgedacht, warum bei den Bäumen nur gewöhnlich ein Ast am höchsten emporragt, die andern dann natürlicher Weise tiefer zu stehen kommen; kurz: Es sind der anzuführenden Fragen hier zur Genüge gegeben, und wir wollen sehen, ob wir durch sie nicht auf den dritten Grund kommen.

[GR 5.16] Wenn ihr diese Fragesätze nur mit einiger Aufmerksamkeit durchgehet, so muß es euch ja auf der Stelle einleuchtend werden, daß ein Armenspital und die Armen doch sicher stets beisammen sind. Und also wird es auch mit der Materie und mit den geistigen Potenzen sein, nehmlich daß sie sich erfassen, und eins das andere enthalten.

[NS 3.11] Wenn diese Geister aus der früheren Sonne noch so durchleuchtet und durchglüht in dieser zweiten Urcentralsonne ankommen, so kommen sie sich da aber dennoch nicht anders vor, als wären sie nahe ganz dunkel und völlig lichtlos; daher werden sie hier wieder von Stufe zu Stufe eingeführt, und von den dort waltenden Geistern wieder also durchleuchtet, daß sie dadurch fähig werden, wieder zu einer noch tieferen und nahe endlos größeren Centralsonne aufzusteigen. Diese Sonne ist auch zugleich die letzte materielle Vorschule für den eigentlichen Himmel, welcher da ist die Urheimat aller vollkommenen Geister; aber in dieser letzten und zugleich auch allergrößten Mittelsonne einer Hülsenglobe giebt es sehr viele Stufen, welche die Geister mit ätherischen Leibern angethan eher durchzumachen haben, bevor sie erst fähig werden in die geistige Sonnenwelt, welche da heißt der Himmel, aufgenommen zu werden. Das ist sonach mit wenigen Worten angedeutet der Weg für die in der Sonne vollendeten Geister. —

[NS 7.3] Was geschieht denn, wenn irgend eine Kraft, die da verborgen ist unter der Hülse Meines Liebewillens, wann sie auch noch so geringfügig ist, durch was immer für Umstände oder Wirkungen angeregt, gerüttelt oder gestoßen wird? Sie wird dadurch aus ihrer Ordnung, oder was so viel besagen will, aus ihrem Gleichgewichte gebracht, fühlt sich dadurch beengt und beinträchtigt, und sucht sich dann entweder ihre erträgliche frühere Lage wieder herzustellen, oder wann sie zu sehr erregt worden ist, auch sobald ihr ganzes Organ zu zerreißen, und dadurch in den absoluten Zustand zu übergeben.

[NS 8.19] O nein, meine lieben Füchse. Das ist eben ein Hauptwasser auf unsere Mühle; denn belieben dieselben nur ein wenig zu bedenken, daß wir schon gleich Anfangs und bis jetzt her, und zwar aus dem besten und wohlerwiesenen Grunde, von einem elastischen Erdreiche der Sonne gesprochen haben, welches nach dem Durchbruche sicher nicht fortwährend mauerfest gleich dem Krater eines Feuerspeiers auf der Erde beständig bleiben wird, sondern sich nach und nach, zufolge eben der elastischen Eigenschaft wieder zusammenzieht, und also die durch solchen Durchbruch bewirkte Wunde wieder also verheilt, wie da die Wunde, welche z. B. auf eurem Leibe durch ein Aß entstanden ist, sich nach der Vereiterung desselben wieder verringert, und endlich sich so ganz und gar ausheilt, daß nach einiger Zeit nicht eine Spur mehr zu entdecken, auf welchem Theile des Leibes ein solches Aß eiternd durchgebrochen ist. —

[NS 10.14] Der A spricht: „Ja lieber Bruder, du möchtest dießmal wohl Recht haben, denn die Geschwulst wächst heftig, und noch immer erheben sich mehrere aus dem Wasser und noch immer bemerke ich keine rothglühenden Gipfel; daher hört ihr alle lieben Brüder und Schwestern, ziehen wir uns nur eiligst auf den nächsten hinter uns liegenden höheren Hügel, auf dem da errichtet ist ein Hauptlehrtempel.“

[NS 10.27] Der B spricht: „Nun macht euch gefaßt! Schon wird der ganze Kegel rothglühend, und den Feuerzweigen entstürzen schon Millionen und Millionen Blitze. Wie hoch möchte wohl die Geschwulst jetzt schon sein? Hat sie schon die Glühoberfläche der lichten Luft erreicht?“ —

[NS 10.29] Nun sehet, es wird Alles stumm und liegt mit zugehaltenen Ohren bebend am Boden; jetzt horchet aber auch ihr, und sehet hin auf den mehrere tausend Meilen im Durchmesser habenden rothglühend aufgeschwollenen Kegel. Sehet, jetzt zerreißt er! Ein Erden zerschmetternder Knall erfolgt; die Berge erbeben gewaltigst, und jeder Höhe entfahren bei dieser Erschütterung Millionen der gewaltigsten Blitze, jeder begleitet mit dem unerhörtesten Donner.

[NS 11.14] Ihr werdet hier fragen: Was giebt es denn da für so verschiedene Aemter? — Ich sage euch, es giebt auf keinem Planeten so viele und verschiedene, denn hier; obschon es hier zwar keine Kreisämter und dergleichen andere Aemter giebt, wie sie hier auf der Erde bei euch vorhanden sind, so giebt es aber dennoch eine ganze Legion anderer, von denen ihr bis jetzt freilich wohl keinen Begriff haben könnt. Darum auch wollen wir alsogleich mehrere der wichtigeren durchgehen.

[NS 14.27] So sehen bei manchen Häusern die Säulen aus, als beständen sie aus übereinander ruhenden Wolken, welche sich in den verschiedenartigsten Gruppirungen verbinden. Manchmal sehen sie aus, wie Felsen bei euch, manchmal wie Thurm-Kuppeln, manchmal wie gothische Säulen, manchmal wie große Thiere, als z. B. weiße Pferde auf den Hinterbeinen stehend, manchmal wie rothglühende Elephanten, welche mit ihren ausgestreckten Rüsseln das Dach tragen; und so giebt es noch zahllose Formen, in welchen oft diese Säulen bestehen.

[NS 15.3] Ihr werdet auch hier im Geheimen denken: Warum lassen aber die Menschen die Bäume so hoch wachsen, wenn das Wachsthum der Bäume, so wie des ganzen Pflanzenreiches in der Gewalt ihres Willens steht? — Wer da so fragen würde, der wäre in einer kleinen irrigen Meinung; denn die Sonnenbewohner sind überaus weise, und thun nichts umsonst oder zwecklos, und muß daher jede Verzierung sogar eine entschiedene, wohlgerathene und durchgeprüfte Nützlichkeit haben. Und so hat auch die hochgestellte Fruchtkrone eines solchen Baumes ihren entschiedenen mehrseitigen guten Zweck.

[NS 15.7] Was thun dann die Sonnenbewohner bei einer solchen Gelegenheit? Sie begeben sich augenblicklich unter den Schutz des lebendigen Gottes, und stecken auf einer freien Höhe spitzige Stangen auf, welche mit Fahnen versehen sind. Diese Stangen ziehen wie ein Magnet diese rothglühenden electrischen Massen höher, so daß diese sich endlich gar in’s hohe Gebirg verlieren; und auf diese Weise werden allzeit Wohnungen, Bäume, Thiere und Menschen in der Tiefe verschont.

[NS 16.22] nur wird auch hier kein Same gesäet, sondern der Acker wird zu dem Behufe eingerichtet, und wann er die Frucht tragen soll, so wird darum eigens gebetet, welches bei den Sonnenbewohnern allzeit unter einer besonders großen Feierlichkeit geschieht. Nach dieser Feierlichkeit durchgeht der Hausvater segnend diesen Acker, und ihm folgen nach der Ordnung alle seine Familienglieder nach. Solcher Umgang geschieht sieben Male; alsdann wird dem großen Gotte ein allgemeines Lob-, Preis- und Dankgebet dargebracht, und also ist der Brodacker bestellt.

[NS 17.20] Wenn die Schüler in der Beobachtung solcher Gesetze und noch vielmehr in der Thätigkeit nach denselben vollkommen wacker durchgeübt worden sind, sodann erst werden sie in ein drittes Amtshaus aufgenommen, welches nicht mehr in der Tiefe, sondern schon auf irgend einer vor den mit den gewöhnlichen Wohnhäusern bestellten Hügeln mehr ausgezeichneten Höhe sich befindet.

[NS 17.22] Aus diesem Grunde aber ist auch das Innere wie das Aeußere eines solchen Amtshauses so überaus ordnungsmäßig prachtvoll eingerichtet, daß ihr euch davon wohl nicht leichtlich auch nur einen allerleisesten Begriff machen könntet; denn für’s Erste sind die hundert Säulen, auf denen die vier Dächer eines solchen Amtshauses ruhen, durchgehends mit erhabenen plastischen Arbeiten verziert, welche so kunstvoll ausgeprägt sind, daß sie also erscheinen, als wenn sie lebendig wären. Diese Arbeiten oder Verzierungen der sonst höchst genau viereckigen Säulen haben Aehnlichkeit mit den egyptischen Hieroglyphen; der Unterschied besteht darin, daß alle die Bilder in’s Unaussprechliche vollendeter und vielfältiger sind, als die Hieroglyphen Egyptens.

[NS 17.23] In der Mitte eines solchen Amtshauses sind vier große Pfeiler aufgestellt, welche zum Theile das Dachgebälke tragen helfen; zum Theile aber, nämlich in so weit sie vom Boden bis zur Dachlinie reichen, sind sie mit höheren Verzierungen geschmückt, welche schon Beziehungen auf das Wirken des großen Gottes in sich fassen.

[NS 17.26] Kurz und gut, es herrscht in einem solchen Amtshause eine für euch kaum begreifliche Gleichmäßigkeit in Allem; Eines harmonirt mit dem Andern, und bei der überaus großen Fülle der herrlichsten Verzierungen ist dennoch nirgends eine Ueberladung. Selbst der Boden ist so gemacht, daß er ungefähr der sogenannten Mosaik bei euch gleichet; nur ist allda keine erhabene Figuration, sondern die Figuration gleicht den feinsten Miniaturgemälden bei euch, und ist ein jeder Gegenstand also überaus täuschend nachgebildet, daß ihr selbst bei der äußerst nahen Betrachtung euch nicht der völligen Täuschung erwehren könntet zu glauben, dieses Alles sei erhaben da, und sei eine vollkommen plastische Arbeit.

[NS 17.30] Die Ursache ist ganz einfach, nämlich, weil sämmtliche Schüler einer solchen Anstalt allda auch so lange wohnen, bis sie ihre Schule vollkommen durchgemacht haben; denn hier müssen sie gar viel kennen lernen, nämlich, wie ihr schon gehört habt, die Ordnung Gottes in all’ den verschiedenen Dingen, oder sie müssen hier gewisserart lesen lernen in dem großen Buche der göttlichen Natur, aus welchem Grunde auch alle die vorerwähnten Verzierungen in einem solchen Amtshause angebracht sind.

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