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[RB 2.293.9] Sage Ich: „Freund und Bruder! Jedes wahre Leben hat das in sich, daß es unmöglich anders als nur überaus selig sein kann und muß. Ein Leben aber, das noch der Tod wie ein Bräutigam seine Braut unter dem Arme führt, aber freilich nicht in's heimliche reizende Brautgemach, sondern wie ein Scherge einen armen Sünder zum Hochgerichte, kann nur als vollends geblendet noch irgend eine Lust empfinden. Würdest du es aber entblenden, so würde es zurückschaudern, so es ersähe, wohin es sein Begleiter führt. Darum ist es eines Theiles besser, daß die Menschen der Erde blind und taub sind, denn so mögen sie doch das spannenlange, von Tod zu Tod gleitende Leben mit einiger Scheinruhe genießen;

[RB 2.294.6] Der Grund solch eines Zustandes ist eigentlich der allerkonzentrirteste Hochmuth, der alle Grade der Selbstsucht und Eigenliebe durchgemacht hat, und sich in solcher Konzentrirtheit gewisserart selbst erdrückt, und sogestaltig sich um das Urleben des Geistes gebracht hat; und eben darin besteht der eigentliche ewige Tod, welcher das Schlimmste alles Schlimmen ist, weil da das eigentliche Sein ein völliges Ende nimmt.

[RB 2.295.11] Alle treten nun schnell zurück, und Kaiser Rudolf fragt Mich im Gemache, sagend: „HErr und Vater! Was da die vom Bruder Robert angeführten Unwißthümlichkeiten betrifft, so haben sie mich im Grunde gar nicht schenirt, denn ich dachte bei mir: Unbegreiflich ist es freilich wohl, und die Bestandverhältnisse kontrastiren hier auf eine wunderbarste Weise, und dürften für geschaffene Geister wohl noch so ziemlich lange unbegreiflich bleiben, darüber ich mich im Grunde gar nicht aufhalte, denn so lange ich den Vollgrund einer Sache oder einer Erscheinung nicht einsehe, bleibt sie für mich im stets gleich hohen Interesse; sehe ich aber endlich einmal so was ein, dann ist das Hauptinteresse auch schon dahin; denn nur das unbegreiflich Wunderbare nimmt stets alle unsere Aufmerksamkeit in den vollsten Anspruch; das verstandene Natürliche aber wird ganz gleichgültig, denn da wir es verstehen, wie es ist und geschieht, so denken wir dann entweder auch gar nicht, oder nur sehr wenig darüber nach, und das stört das Vergnügen, samt der durch dasselbe bedingten Seligkeit. Nur das Unbegreifliche ist und bleibt sehr interessant; das einmal vom Grunde aus Wohlbegriffene aber, wenigstens für mich, nimmer. Ich habe daher auf der Erde auch nie hinter so manche Geheimnisse der Künstler, die an meinem Hofe lebten, dringen gewollt, denn hätte ich so wie sie ihre Geschichten und Sachen verstanden und eingesehen, so hätten sie für mich auch alsbald alles Interessante verloren, und solch ein Künstler wäre dann von mir auch bald pensionirt worden.

[RB 2.298.8] Sonnen dieser Art haben schon vollkommen ein eigenes Feuerlicht, und sind zur Bewohnung materieller Wesen auf ihren für euch beinahe unermeßbar weiten Oberflächen nicht geeignet, dafür wohnen aber desto mehr Feuergeister ganz glücklich und behaglich in solch einem unermeßlich ausgedehnten Feuermeere, und haben da ihre Wohnungen und ihre Herrschgebiete. Wohl aber bewohnen auch Körpermenschen solch eine Sonne, aber nicht die äußerste Oberfläche einer solchen Sonne, sondern eine mehr innere; denn alle Sonnen bestehen aus mehreren Sonnen, die inwendig in der äußeren Sonne ungefähr also sich befinden, wie der Planet Saturn innerhalb seiner Ringe. Wie aber alles das sich verhält, und warum, werdet ihr in der Folge ganz auf ein Haar genau kennen lernen.

[HS 1.1] Bei dieser Sache ist durchgehends nicht gar zu sehr auf das Maß und Gewicht, sondern einzig und allein auf den rechten Glauben und auf das rechte Vertrauen auf Mich Bedacht zu nehmen; denn ihr wisset, daß Ich gar wohl imstande bin, jemanden mit wenigen Tropfen Wassers zu ersäufen und einen andern, der ins Weltmeer gefallen ist, am Leben zu erhalten.

[HS 4.8] Gut gekochtes und gesundes Fleisch schadet auch nicht, nur soll es mit gekochtem Obst, Aepfeln oder Birnen, auch Zwetschgen, genossen werden, und zwar mäßig; denn das Fleisch enthält gleichfort Seelenspezifika gröberer und untergeordneter Art. Wenn es aber mit Obst genossen wird, so werden diese Spezifika gemildert, und es wird solche Speise den Kranken gut zu statten kommen.

[HS 5.1] Zu diesem Zwecke suchet ein von allen mineralischen Teilen, besonders von Arsenik befreites Salz zu bekommen. Am besten wäre vollkommen reines Schwefelsalz oder auch an dessen Stelle ein reines Meersalz, das vorher jedoch so weit durchgeröstet werden müßte, bis es keinen sichtbaren Dampf mehr von sich gibt; nachher müßte es jedoch fein zu Pulver zerstoßen werden.

[HS 8.2] Nehmet fettfreie Milch von einer Ziege, gebet sie in eine ähnliche Glastasse, wie Ich sie euch früher zur Gewinnung der Schwefelkristalle beschrieben habe! Ist eine solche Tasse schwieriger zu bekommen, so tut es sich auch mit einer quadratschuhgroßen dunkelfarbigen Glastafel.

[HS 11.4] Die Wolle soll jedoch nicht knapp auf das Pulver zu liegen kommen. Am besten ist es, so man aus dem Lammfelle ein geradeso großes Quadratstück herausschneidet, als wie groß das Gefäß (etwa eine Tasse) ist und dann dasselbe auf ein gleichgroßes Quadratbrettchen auf der glatten Seite des Felles anklebt. So das Fell eine etwas zu lange Wolle hätte, so stutzt man dieselbe mit einer Schere und reinigt das Fell dann mit einer reinen Bürste.

[DTT 10.11] Leider werden hochgeborene Menschen nun nicht mehr nach ihrem geistigen Vermögen, sondern nur nach ihren weltlichen Reichthümern zu den höchsten Aemtern befördert, wo sie dann gewöhnlich geistig noch ärmer, aber dafür materiell desto reicher werden! – Aber saget es selbsten, ob es also vor Gott auch gerecht ist?!

[DTT 11.32] Einen Knaben aus der Mitte seiner Gespielen, der voll Muthwillens auf ein Dachgerüst stieg, herabfiel, und ganz zerschmettert todt blieb, habe er im Angesichte vieler Zuschauer bloß durch sein Wort das Leben also wiedergegeben, daß der wiederbelebte und von allen Wunden geheilte Knabe so ganz kerngesund und munter dastand, als so ihm nie etwas Uebles begegnet wäre. – Wohl aber habe darauf der Wunderknabe dem vom Tode erweckten Knaben dahin eine ganz ernste Mahnung gegeben, künftighin nicht mehr so muthwillig und unfolgsam zu sein, ansonst er ihm nicht mehr helfen würde.

[DTT 13.7] Ich habe nun dieses mir sonst sehr werthe Ehepaar schon über elf Jahre lang nicht gesehen, und dich als offenbar den Erstling Josephs aus der zweiten Ehe noch gar nie. Ich weiß von dir also nachgerade nur so viel, als ich gestern von dir aus deinem Munde, und von unserm Leviten Barnabe, der auch ein Nazaräer ist, vernommen habe.

[DTT 14.9] So etwa einst der Messias kommen wird, da wird er auch nur als ein vollkommener Mensch, nie aber als ein Gott zu uns kommen. – Aber es ist bei euch halbgriechischen Juden und somit auch Halbheiden also die Sitte, daß ihr Menschen von so manchen Begabungen gleich unter die Götter stecket, oder euch als solche ansehet und betrachtet. – Das solle aber nicht sein, und ist hochgefehlt gegen das Gebot Gottes, wo es heißt: Ich allein bin euer Gott und euer Herr, ihr sollet keine fremden Götter neben Mir haben. – Aber in Galiläa scheint man es mit diesem Gebote eben nicht gar zu genau zu nehmen, ansonst es dir doch nie einfallen könnte, dich als ein Gott zu dünken!

[DTT 27.4] Denn es ist also, und ist schon lange also, und weil es leider also ist, war allein der Grund, daß sich das bedeutende Land Samaria von uns gänzlich getrennet hat, und wir nun mit Galiläa nicht um Vieles besser stehen, als mit Samaria. – Vom Geist ist bei uns nun gar nichts mehr; nur durch eine nothgedrungene Politik erhalten wir noch das Bißchen Ansehen des Tempels.

[DTT 30.3] Jenen, die in Meiner Lehre einst sein werden, denen werde Ich geben Meinen Geist, der sie erst zu den wahrsten Kindern Gottes machen wird, und wird sie leiten in alle Wahrheit und Weisheit, und es soll wahrlich die Unendlichkeit naturmäßig und geistig nichts in sich bergen, das ihnen fremd bleiben sollte! [* Diese Worte lassen wohl unbezweifelt glauben, daß der Herr sie hierauf zugleich über die Sterne und ihre Bahnen, so wie über ihr Grundlicht, über ihr zweites, drittes, viertes, fünftes, sechstes und siebentes Licht belehrt, auch ihnen das Wesen der Erden beschrieben, und den physischen, psychischen und geistigen Zusammenhang der Dinge gezeigt, jedoch hier aus dem Grunde nicht kund gegeben hat, weil Solches später in seinen Lehramtsjahren viel mehr und weit umfassender geschehen, und in einem dermaligen großen Werke für die Zukunft – nach Wort und That getreuest niedergeschrieben ist, und da mir hiervon Einiges, und zwar gerade in Bezug auf die Weltenschöpfungen und die Tiefen des Geisteswesens höchst Merkwürdiges zu eigener Einsichtnahme vergönnt worden, so habe ich Solches in dem Anhange dieser Dreitagesszene, zur Einsicht aller seelisch-geistig Fassungsfähigen, beizufügen und hier darauf hinzuweisen für entsprechend gehalten. d. Hg. *]

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