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[SA 10.14] wogegen auf dem ganzen Saturnus nicht Ein Mensch existirt, der da von Mir irgend eine andere Vorstellung hätte, als die, daß Ich bin ganz vollkommen ein Mensch, wie ein anderer Mensch, nur mit dem Unterschiede, daß Ich der allervollkommenste Mensch bin, das heißt ein Mensch, in dem da wohnet die Fülle der Gottheit leibhaftig oder körperlich; oder so ihr solches nicht verstehen möchtet, so wendet euch nur zur Materie, und die wird es euch sagen, woher sie ist, und was sie ist, und hat es euch schon gesagt; daher wird euch nicht so schwer zu verstehen werden, zu erfassen das, was es heißt, daß in Mir, als in dem vollkommensten Menschen da wohnet die Fülle der Gottheit leibhaftig oder körperlich. [* Nach allseitiger Betrachtung vorstehender Erwähnung der vielfältig nur so gestaltigen Vor- und Darstellung der Dreieinigkeit Gottes, wurde dem Herausgeber geistig-entsprechendst die Erinnerung an ein bereits im Jahr 1852 öffentlich erschienenes größeres Schriftwerk und darin an folgende Eröffnung des Herrn: „Wer mich nicht kennt, wie Ich bin, und wer Ich bin, dem wäre es besser, daß er von Mir gar nichts wüßte; denn dann könnte Ich ihn noch lebendig machen dort im Reiche der Geister; so aber machen sie sich Meiner Hülfe unfähig; denn sie tödten dadurch das Leben in sich, da sie Mich in sich zerstören, und somit auch tödten, und sind die vom Weinstocke getrennten Reben. Dieses aber sage Ich jetzt, daß Ich bin der alleinige ewige Gott in Meiner dreieinigen Natur, als Vater Meinem Göttlichen nach, als Sohn Meinem vollkommen Menschlichen nach, und als Geist allem Leben, Wirken und Erkennen nach. Ich bin von Ewigkeit die Liebe und die Weisheit Selbst. Nie habe Ich von Jemanden etwas empfangen. Alles, was da ist, ist von Mir, und wer etwas hat, der hat es von Mir.” - Es ist hiernach also offenbar, daß das in nur vorübergehender Erwähnung nach meist gäng und geber Anschaulichkeit zur Betrachtung Gegebene nicht gegen die wahre Dreieinigkeit Gottes, sondern nur gegen die falsche, mißverstandene und gleichsam abgöttisch vor- und dargestellte gesagt sein kann und soll. - Auch er- und bekannte der Herausgeber gegenwärtiger Schrift schon vor 10 Jahren und bekennt noch heute aus glaubenswissender, d. i. innerst lichtester Überzeugung des Herzens und Geistes, die Lehre der Kirche von der heiligen Dreieinigkeit des ewig nur Einen allerheiligsten Gottes als die Haupt- und Grundwahrheit nicht allein des Christentumes in der gesammten christgläubigen Kirche, sondern zugleich alles dessen, was da in den Himmeln wie auf der Erde und all’ den geschaffenen Welten wahrhaft lebet, ist und sein wird; wobei nicht weniger bemerkt werden kann, daß diese bezüglich alles geist- wie auch naturwesentlichen Lebens wichtigste Überzeugung von jedem echten Wahr-, Gewiß- und Weisheitsfreunde sicherst zu erlangen ist, sofern zunächst nur die von der Kirche unter und mit dem Ausdrucke ‚Personen‘ bekannte und festgehaltene Dreiheit des Vaters, Sohnes und heiligen Geistes nicht als neben-, sondern ineinander, d. i. in ewig und unendlich geist-lebendigster Unzertrennlichkeit, erfaßt, gedacht und begriffen werden mag. - - Und diese nur durch Demuth und Liebe des Geistes und Herzens zu unserm Herrn Jesus Christus zu erlangende Überzeugung, in deren Lebendigkeit die Freiheit des Geistes mit Hülfe der Gnade und Weisheit von Oben von Stufe zu Stufe bestens erkannt und gefördert wird, - sie ist in ihrer vollen, innerst-erschlossenen Wahrheit das erste und höchste Resultat des wahren Glaubens in Verbindung der Liebe und der Hoffnung. Ihm, dem ein- erst- und menschgebornen Herrn der Herren und König der Könige im Himmel und auf Erden sei dafür Lob, Preis und Dank jetzt und ewig, Amen! *]

[SA 14.5] Ihre Außenfarbe ist von der wahrhaft wunderbarsten Schönheit; denn an der dicksten Seite ist sie ganz vollkommen also rosenroth, als wenn ihr fein polirtes Silber mit eben dieser Farbe überziehen möchtet. Gegen die Spitze aber wird sie immer dunkler roth mit demselben metallischen Schimmer, so daß sie alle Rosenfärbungen vom blassesten bis zum dunkelsten Roth durchmacht. Aber nicht nur allein diese Farbe ist die alleinige Pracht dieser Schnecke, sondern die Verzierung des Gewindes; denn der langgewundene Bauchgürtel dieser Schnecke ist durchgehends also geziert, als wenn ihr denselben in der schönsten Ordnung mit immer größern und größern Perlen verziert hättet, und der Graben zwischen den Bauchgewinden aber ist geziert mit einem goldenen Bande, welches an und für sich noch die schönsten nach eurem Ausdrucke, Arabesken-Figurationen enthält. Also alsdann ist das Haus dieser Schnecke beschaffen.

[SA 14.8] Die nächste Gattung Schnecken ist die sogenannte Pyramidenschnecke; ihre Farbe ist ganz einförmig grasgoldgrün, und der Bauchgürtel ist mit verhältnißmäßig großen schneeweißen eiförmigen Flächen geziert, deren Rand also verbrämt ist, als so ihr eine solche alabasterne Tafel möchtet in eine verhältnißmäßige blank polirte goldene Rahme fassen. Die Schnecke ist sehr groß, und wenn ihr sie auf der breiten Seite hier auf der Erde irgendwo aufstellen möchtet, so dürfte sie mit ihrer Höhe wohl um ein Bedeutendes euren Stadtsschloßberg beschämen. Dieses in diesem Hause inwohnende Thier sieht der Farbe nach ganz dunkelgrau aus, und hat gleich einem ungeheuer großen Elephanten einen weit um sich greifenden überaus starken Rüssel, zu dessen beiden Seiten zwei andere schwächere Rüssel hinausgeschoben werden, auf deren äußersten Enden ein scharfsehendes Auge sitzt; zu unterst hänget im Falle einer Bereisung der Meeresfläche diese Schnecke auch ein Paar weißlichte und starke Ruder hinaus, vermöge welcher sie dann auf der Oberfläche des Meeres eine ziemlich schnelle Bewegung zu machen im Stande ist. Wenn sie also auf dem Meere fährt, hat sie ihr Haus nach oben gekehrt, daß da eine solche fahrende Schnecke in einiger Entfernung sich ausnimmt, wie eine auf der Oberfläche des Meeres schwimmende Pyramide.

[SA 14.18] Also sieht einmal die obere Fläche dieser Schnecke aus. Die Seitenwand, die da etwa, wie schon bemerkt wurde, bei 3 Klaftern dick, breit oder hoch ist, sieht gerade so aus, als eine rundgeführte Kolonade von Säulen zu 2 Klaftern Länge. Die Säulen sind durchgehends blendend weiß, und haben nicht etwa Postamente und Kapitäler, sondern sie gehen gerade von der untern vorspringenden Fläche zu der obern empor. Der Hintergrund aber hinter den weißen Säulen ist also hell gefärbt, und gleicht vollkommen einem Regenbogen. Der länglichte Kanal oder vielmehr die länglichte Mündung der Schnecke ist also vollkommen roth, wie bei euch manchesmal die Wolken im Abendroth, und hat auch zugleich ein eigenes phosphorisches Leuchten, welches besonders zur Nachtzeit sich nicht minder hell ausnimmt, wie ein von der späten Sonne beleuchtetes Wölkchen.

[SA 16.3] Wie groß ist denn eigentlich diese Schnecke? - Wenn sie auf dem Meere daherschwimmt, so wäre auf ihrer Oberfläche wohl Raum genug, um alle Häuser eurer Hauptstadt auf dieselbe zu setzen, mit dem Beibehalte der Gassen und Plätze. Die Schale ist durchgehends bei 10 Klafter dick, und hat von der Oberfläche bis zur untern Spitze einen Durchmesser von 300 Klaftern; was aber den Durchmesser der Breite dieser Schnecke anbelangt, so beträgt derselbe nicht selten über eine deutsche Meile. Die Mündung dieser Schnecke, welche etwas länglicht rund ist, hat einen Durchmesser von 70 Klaftern; durch diese Mündung streckt diese Schnecke ihren massiven Kopf, der dem Kopfe eines Wallrosses nicht unähnlich ist, oft alsoweit über die Meeresoberfläche heraus, und zwar meistens bei Stürmen schnurgerade in die Höhe, daß sie auf eurer Erde mit großer Leichtigkeit über hohe Berge dahinsehen könnte.

[SA 17.7] Ihr werdet hier freilich fragen: Was hat denn hernach dieser Fisch für eine Bestimmung? Dieser Fisch ist das letzte Aufnahmsorgan alles Wassergethiers, und aus ihm vertheilt es sich dann wieder in allerlei Gethiere der Luft; denn in diesem Organe bildet sich nicht nur dem geistig-substantiellen Theile nach eine künftige Luftthiergattung aus, sondern die sogenannte Luftthiergattung dieses Weltkörpers geht dann aus ihm hervor, ohne daß er darum zu sterben braucht. - In dieser Hinsicht ist er mehr ähnlich einem kleinen Planeten, als einem Thiere, welcher auch ein bleibendes Organ ist, durch welches zahllose geistige Gattungen, sich wohl unterscheidbar ausleibend, durchgehen können. - es ist zwar mit eurem Wallfische derselbe Fall, doch was die Allgemeinheit betrifft, so steht er unserem Bisorhiohiohio um’s Allerbedeutendste nach; denn der Wallfisch der Erde hier progenerirt nur die Gefiederthiergattungen der alleinigen Polarländer, während unser Saturnuswallfisch den ganzen Planeten mit den gefiederten Einwohnern der Luft versieht; das heißt: es werden in ihm die Seelenwohnungen aus denen Wasserthieren übertragen in die verschiedensten Seelengattungen der gefiederten Bewohner der Luft.

[SA 19.11] indem in diesem Planeten es sehr häufig der Fall ist, daß die Weiber über das menschliche Geschlecht gewisserart die Jurisdiktion ausüben; denn das männliche Geschlecht im Saturnus ist gewöhnlich, wie ihr zu sagen pflegt, vorzugweise äußerst verliebt; aus diesem Grunde ist es dann auch zu nachgiebig, und läßt sich nicht selten aus lauter Liebe zu den Weibern bei der Nase herumführen, wie es den Weibern nur immer beliebt; jedoch sind anderseits die Weiber im Verhältnisse zu den Weibern der Erde um’s Unvergleichliche züchtiger und häuslicher; was dann auch sehr bedeutend dazu beiträgt, daß ihnen die Männer höchst geneigt sind, und ihnen auch gerne so manche auszeichnende Vorrechte einräumen. Jedoch in der Folge, wenn wir zu den Saturnusbewohnern kommen werden, wird davon ohnehin Alles gehörig beleuchtet werden; und so wenden wir uns wieder zu unserem Thierreiche.

[SA 20.1] Wie schon Anfangs bei der Kundgabe dieser fliegenden Thiere erwähnt wurde, daß es deren eine große Menge giebt, also sage Ich es auch hier: Diese Menge ist nach der Zahl der Gattungen und Arten für diesen Planeten übergroß, daß ihr kaum, wie gesagt, auf zehntausend Bögen ihre Namen unterbringen würdet; aber dennoch ist ihre verschiedenartige Gestaltung bewunderungswürdiger, als ihre große Anzahl selbst; denn fast alle vierfüßigen Thiere dieses Planeten, wie auch sehr viele Fischgattungen sind in diesen fliegenden Thieren eine Abartung, und es verhält sich die Sache gerade also, als wenn ihr auf eurer Erde alle sammt und sämmtlichen zahmen und wilden Thiere nebst allen den Amphibien und den meisten Fischgattungen möchtet ebenfalls also wie eine Flattermaus beflügelt haben, und hättet dadurch beflügelte Elephanten, Pferde, Ochsen, Löwen, Tieger, Hyänen, und sofort durch die ganzen Thierreiche durch. Was hier für die Erde nur beispielsweise angeführt ist, das findet sich im Saturnus buchstäblich vor; nur sind die fliegenden Thiere viel kleiner gegen diejenigen, denen sie in der Form entsprechen, und die wirklichen oder unbeflügelten aber dann bei weitem größer, stärker und mächtiger, die entweder den festen Boden dieses Planeten oder die Gewässer desselben bewohnen.

[SA 20.9] Ist dieser Vogel etwa schön? - Nein; dieses Thier plagt die Schönheit nicht, wenn ihr in eurer Phantasie euch einen Fischreiher also vergrößern wollet, da dürftet ihr so ziemlich die Gestalt unseres fliegenden Schiffes vor Augen gestellet haben. Er ist durchgehends von aschgrauer und mitunter dunkelbrauner Farbe; hat einen Schnabel wie ungefähr eine Gans bei euch, und so ziemlich auch einen ihr ähnlichen Kopf, nur natürlich verhältnißmäßig größer. Denn einen Fisch, der in den Gewässern des Saturnus so groß ist, als ein ausgewachsener Haifisch in einem eurer Meere, verschlingt dieser Vogel mit derselben Leichtigkeit als ihr eine Erdbeere. Sonach hättet ihr die Gestalt dieses Vogels so kurz und so gut als möglich dargestellet.

[SA 24.2] Wie sieht es denn demnach aus? - Dieses Thier hat vier überaus kolossale Füße, wie nahe ein Elephant bei euch, nur natürlich zu seiner Größe im Verhältnisse; aber es hat den Tritt nicht also gestaltet, wie der Elephant bei euch, sondern ungefähr also, wie ein Löwe, mit außerordentlich starken Krallen versehen. Sein Leib ist außerordentlich umfangreich, so zwar, daß ein solches Thier, wenn es ausgewachsen ist, von der unteren Bauchgegend bis zu seinem Rückgrade 70 bis 80 Klaftern mißt. Sein Schweif ist also lang im Verhältnisse zu diesem Thiere mit seinem ziemlich massiven Halse, dessen Kamm bis in die Gegend der Vorderfüße mit sehr starken Mähnen versehen ist.

[SA 25.8] Näher wird es hoffentlich nicht nöthig sein, dieses Thier darzustellen; und so wollen wir allsogleich den Charakter und die Lebensweise und dessen Tauglichkeit noch ein wenig durchgehen.

[SA 26.8] Was ist aber die gewöhnliche Farbe des Kopfes? Die gewöhnliche Farbe des Kopfes ist lichtaschfarb, und unter den Augen wie auch auf der Stirne mit drei übereinander stehenden Kreisen von hochrother Farbe geziert. Was die anderen Hauptflächen betrifft, so sind nur die beiden mit den Ohren versehenen Seitenflächen sichtbar, und sind ebenfalls von aschgrauer Farbe, aber ohne weitere Verzierung; die hintere Fläche aber ist schon, wie ihr wißt, von der oberen Fläche angefangen mit langen Haaren verziert, deren blaue Farbe immer lebhafter wird, je mehr sie sich dem Halse nähert. - Der Hals ist verhältnißmäßig stark, und bis zum Kopfe gerade so lang, als der hintere Leib, d. h. von den Schultern der Vorderfüße angefangen bis zum Schweif hin, und ist durchaus mit reichlichen Mähnen von leuchtend blauer Farbe bedeckt. Also sieht unser Thier aus. -

[SA 27.10] welche Leben äußernde Form aber stehet da auf einer Alpe über die klein belebten Formen des Mooses, des Grases und der sonstigen Alpenpflanzen? - Hier sehet unsere Alpenthiere an; das sind die höheren lebendigen Formen, in welche das Pflanzenleben solcher Hochgebirge übergeht.

[SA 27.24] Bei solchen Gelegenheiten geht dann ein solcher Verwandter des Verstorbenen nicht selten auch wieder zu demjenigen Lebensbringer zurück, den er als einen Betrüger ansieht. Wie zieht sich aber dann dieser aus der Schlinge? Der führt unseren Rechenschaftsforderer alsogleich zu einem gleichgesinnten und gleichunterrichteten Nachbarn, und sagt dann zu ihm, nämlich zu dem Rechenschaftsforderer: Siehe, dieser und dieser und dieser haben mein Mittel gerecht gebraucht, frage sie, wie alt sie schon sind. Wenn nun der also Aufgeforderte einen oder den andern um sein Alter fragt, so bekommt er gewöhnlich eine also hochalterliche Antwort, daß ihm darob das Hören und Sehen vergeht. Gewöhnlich aber sagen solche nach dem Alter Gefragte nie die Zahl der Jahre an, sondern sie führen gewöhnlich außerordentliche Facta, die sie alle schon erlebt hatten, als Beweis ihres Alters an. So sagt z. B. Einer, er wisse noch gar gut, daß dieser oder jener hohe Berg noch gar nicht bestanden ist. Ein Anderer zeigt wieder auf den lichten weißen Streifen über dem Himmel und sagt, er habe gesehen, wie dieser Ring von dem großen Geiste ist über das Firmament gespannt worden. Ein Dritter weiß noch die Zeit gar gut, wo noch kein Mond am Firmamente sich befand; und so weiß Einer um den Andern einen bessern Grund seines Alters, denn sein Vorgänger anzugeben. Wenn dann unser Rechenschaftsforderer mehrere solche Aussagen vernommen hatte, dann giebt er sich gewöhnlich zufrieden, und kauft noch oben darauf vom Doctor, der nicht jünger ist, als seine Nachbarn, ein solches Mittel und geht damit vergnügt nach Hause.

[SA 30.13] Also wüßten wir auch in aller Kürze, wie die Saturnusbewohner ihre Milch genießen. - Demnach bleibt uns nichts mehr übrig, als allein nur noch, was diese Kuh für eine Farbe hat. Der Leib dieser Kuh ist bis zur unteren Bauchgegend, welche vollkommen weiß ist, blaugrau; die Füße aber, da sie den Leib verlassen, gehen nach und nach in’s Dunkelblaue über, sowohl die vorderen, als auch die hinteren. - Der Schweif dieses Thieres ist ebenfalls dunkler, als der Leib, und ist an seinem Ende mit einem überaus starken zinnoberrothen Mähnenbusche verziert; der Hals ist im Verhältnisse zu dem Thiere mehr schlank, denn massiv, und ist vom Kopfe angefangen bis zu den Vorderfüßen nach jeder Seite hin mit so starken und langen ebenfalls zinnoberrothen Mähnen behangen, daß davon ein Haar nicht selten bei 500 Klaftern lang ist. Also ist auch der Kopf im Verhältnisse zu dem übrigen Leibe des Thieres mehr klein und hornlos. Das Männlein aber hat wohl zwei aufrechtstehende kleine Hörner, die nach rückwärts gebogen sind, wie bei einer Gemse bei euch.

[SA 31.9] Ist solche Kundgebung geschehen, alsdann stehen die Menschen wieder auf und der Aelteste giebt ihnen kund, was er vernommen hatte. Nach einer solchen Predigt wird dem großen Geiste wieder ein Dank dargebracht. Ist auch dieses mit wirklich allzeit großer Andacht geschehen, so begeben sich dann die Menschen beiderlei Geschlechtes wieder zu ihren Milchgefäßen, tragen sie zum Aeltesten, damit er darüber spreche den Segen des großen Geistes; alldann gehen sie wieder in den Tempel mit ihren Gefäßen zurück, umarmen ihn dann, und einer ladet den andern zu seinem Milchgefäße ein, neben welchem Gefäße auch noch ein Jeder eine gehörige Menge anderer eßbarer Dinge gestellt hat. Nach solcher Einladung wird sodann in dem Tempel gespeist, und sich mit allerlei gegenseitigen Belehrungen unterhalten.

[SA 35.12] Wenn alle die Familienglieder eine Zeit lang also inständigst gebetet haben, sodann versammelt sich der Aelteste und ruft den allzeit rathgebenden lichten Geist, auf daß er ihm kundgeben möchte den Willen des großen Geistes zur bleibenden Wohlfahrt des betreffenden verirrten Bruders. Bei solcher Gelegenheit giebt dann auch allzeit der Geist dem Aeltesten kund, was da zu thun ist.

[SA 38.1] Was da noch andere sehr beachtenswerthe häusliche Regeln betrifft, können und wollen wir erst dann kurzmöglichst durchgehen, wenn wir zuvor mit der Gestalt des Saturnusmenschen, sowohl männlichen als weiblichen Geschlechts, näher bekannt werden. Und so wollen wir gleich die Frage stellen: Wie sehen denn die Saturnusmenschen aus?

[SA 38.3] Hier sage Ich euch zuerst im Allgemeinen, wie ihr gesehen habt, daß fast alle Dinge erhabener, herrlicher und schöner sind, wie auf der Erde; also ist es auch um so mehr der Fall beim Menschen. Und so ist demnach das Weib dieses Planeten, was ihre Gestalt betrifft, überaus vollkommen, und über alle eure Begriffe schön. Trotz dem, daß sie für eure Augen eine riesenhafte Größe hat, stünde sie aber auf euerer Erde, so würde euch ihre Schönheit zum völligen Verschmachten nöthigen; denn ihr Leib hat durchgehends die allerschönste und vollkommenste Rundung; kein Glied ist unverhältnißmäßig zum andern; auf ihrem ganzen Wesen ist nirgends eine Härte ersichtlich.

[SA 40.5] und was da die Größe betrifft, so geht solches sogar für alle ewige Zeiten bleibend auf den Geist über, daß sie sich für möglichst klein halten. Aus diesem Grunde sind die Saturnusgeister auch durchgehends nicht gut reden mit den Geistern dieser Erde, bei denen wieder nichts als ihre vermeintliche Größe vorherrschend ist.

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