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[ER 20.8] Frage, kann das allein den vier bekannten einfachen Gasarten zugeschrieben werden, oder kann das allein ihre etwa verschieden verhältnißmäßige Mischung zuwegebringen? – Ja, wenn diese vier Gase wirklich die vier einfachen Grundstoffe wären, aus denen alle Dinge endlich gebildet sind, da wäre es ja doch eine barste Schande für die hochgelehrten Chemiker, daß sie daraus nicht lange schon Gold, Silber und Diamanten im größten Ueberflusse zuwegegebracht hätten; denn zwischen den vier einfachen Spezies können doch bald eine Menge allerartige Quantitätsmischungen bewerkstelliget werden, und es müßte da aus jeder Mischung, wenn schon eben nicht gerade gleich das Gold, so doch vielleicht irgend eine neue Pflanze, oder gar irgend eine neue Race von Miniatur-Ochsen, Eseln und Kälbern, oder sonst etwas dergleichen zum Vorscheine kommen; aber siehe, so etwas geschieht trotz der allergelehrtesten Gesichtsmuskelverziehungen solcher Weisheitshelden nicht, und kommt nichts zum Vorschein, als höchstens irgend ein weißlichter Staub, der mit Mikroskopen untersucht sich als kleine Krystallchen erkennen läßt, womit es aber eben nicht viel gesagt haben will, weil solchen Krystallstaub die Natur im Freien ohne die chemische Küche noch beiweitem besser und mannigfaltiger erzeugt. Ihr brauchet im Herbste nur eine reife Pflaume oder eine reife Traube, auch verschiedene Baumblätter zu beobachten, so werdet ihr zum Ueberfluß solchen Staub als sogenannten Reim auf den obbenannten Früchten und Blättern entdecken. Ein Mikroskop hinzugesteckt und es wird da von den allerschönsten Krystallen wimmeln.

[ER 21.15] Da wir aber nun dieses durchgemacht haben, und haben dadurch auch den ersten und untersten Luftkreis kennen gelernt, so können wir diesen Luftkreis nun verlassen, und uns in den zweiten hinaufschwingen, von welchem aus wir die Erscheinungen erkennen werden, wie sie tagtäglich in den mannigfaltigsten Wolkengebilden zum Vorschein kommen, und da werden wir auch einsehen, warum die Luft in den höheren Regionen reiner und gesünder als in den unteren ist. –

[ER 23.5] Weil aber eben auf solchen Höhen, oder besser gesagt, in diesen Regionen die Strahlen aus den kleineren Sternen, wie selbst die aus der Sonne, zufolge ihrer geringen Verdichtung, noch keine solche Wirkung haben können, als tiefer herab, so ist eine solche Höhenregion gewisserart ein Uebergangspunkt von der früheren Nichtwirkung zur gleich darauf schon mehr und mehr entstehenden Wirkung; oder auf solchen Höhen fangen sich die Strahlen an zu condensiren, theils durch ihre eigene Verdichtung, und theils durch den Reflex, oder jene zurückgehenden Strahlen, welche von der Erdoberfläche wieder abprallen. – Durch dieses Strahlen und Gegenstrahlen werden dann in dem Lichte gewisse Evolutionen bewirkt, welches in sich wie eine Art Wogen aussieht. Wenn dieses Wogen eine Zeit fortdauert, so wird durch dasselbe auch ein Specificum aus dem Grunde hervorgerufen, weil eben dieses Wogen schon ein, nach eurer gelehrten Art zu sprechen, chemischer Lichtprozeß ist; und dieses Specificum, das in sich natürlich ein gemengtes gar Vielfaches ist, tritt dann zuerst als ein Hochgebirgsnebel in die Erscheinlichkeit, und wird dieser chemische Lichtprozeß nicht durch etwas unterbrochen, so werden aus den Nebeln bald Wolkenmassen in dieser Höhenregion zum Vorscheine kommen, die sich nach und nach stets mehr verdichten und endlich gar in Regentropfen, oder in Winterszeit auch in Schneeflocken zur Erde herabfallen.

[ER 24.4] Diese specificalätherischen Substanzen ergreifen sich in dieser dritten Luftregion, und machen gewisserart ein Fluidum aus, welches aber in den durchgehenden verschiedenartigen Strahlen aus den zahllos vielen Sternen seine gewisserart chemische Verwandtschaft findet, sich mit denselben vereinigt, und zu der Erde herabkommt, und diejenigen Pflanzen oder Thiere substantiell erfüllet, welche mit den verschiedenen Lichtspecificalgrundstoffen entsprechende Verwandtschaft haben.

[ER 26.5] Ihr werdet schon oft so ganz weiße feingeriegelte sogenannte Lämmerwolken gesehen haben. Diese Wolken sind äußerst subtil und so durchsichtig, daß sie selbst das Licht der Sterne nahe ganz ungetrübt durchscheinen lassen. Diese Lämmerwolken sind die höchsten, die über dem Erdkörper vorkommen; diese Wolken entstehen durch eine gewisse Art Vermählung des reinen Aethers mit der dritten Luftregion; sie sind eigentlich gar keine Wolken, sondern blos wellenartige Bewegungen auf der höchsten Oberfläche der dritten Luftregion, die da dadurch hervorgerufen werden, wenn durch den weiten Aether gewisse Lichtwesen sich der Erde zu nähern anfangen, welche Lichtwesen auf euch schon bekanntem Wege den Sonnenkörpern entstammen. Da diese substantiellen Wesenheiten schon eine gewisse Ponderabilität haben, so bringen sie durch den Aufsturz auf die leicht erregbare Oberfläche der dritten Luftregion eine wellenartige Bewegung auf selber hervor, welche Bewegung das auffallende Sonnenlicht nicht mehr geradlinig, sondern mit manchen Brechungen durchgehen läßt; und diese verschiedenartige Brechung auf den Wellen der dritten Luftregion bewirkt dann eben jene Erscheinung, die sich wie weiße feingeriegelte Lämmerwölkchen ausnehmen läßt.

[ER 27.12] Mir, dem Schöpfer, aber kann es nicht gleichgültig sein, ob ein Wesen, das nicht bloß von Mir nur wie ein Bild in der Idee gefaßt, sondern auf obbeschriebene Weise aus der Fülle Meiner göttlichen Wesenheit geschöpft wurde, nur eine Zeit lang oder ewig besteht. Das erste müßte offenbar einen Theil aus Mir vernichten können, was unmöglich ist; also es kann, wenn es einmal geschöpft ist, nur für Ewigkeiten geschöpft sein.

[ER 28.9] Wann aber fremde Geister aus anderen Weltkörpern hier anlangen, da prüft er sie, und wenn er sie als tüchtig befindet, so führt er sie auf den rechten Wegen zur Erde nieder, ist bei den Zeugungen durch seinen Einfluß zugegen, und hülft solchen neuen angekommenen Geistern auf den Weg des Fleisches dieser Erde, und sorgt dann auch, daß diese Geister genau jene prüfenden Wege im Fleische durchgeführt werden, welche Wege sie anderweltenorts, um Kinder des Herrn zu werden, zu wandeln beschlossen haben.

[ER 29.4] Wer könnte da behaupten, daß da Jemand von der Zeit, die er auf der Erde im Körper zugebracht hat, irgend eine Rechnung geben müßte; denn diese ist eine Nothwendigkeit und liegt außer dem Willensbereiche des Geistes, eben so wie auch Niemand darüber wird eine Rechenschaft ablegen müssen, wie lang etwa sein Haar gewachsen wäre, oder die Nägel an seinem Finger, so wie auch nicht über die Pulsschläge seines Herzens, und über das, wie oft er Athem geholt hat; denn das alles ist, wie gesagt, eine Nothwendigkeit. Die Rechnung, oder besser das Gericht, liegt lediglich in dem thätigen Willen; alles Andere ist gleichgültig und ist ganz in der Ordnung, und giebt sich frei, wenn nur der Wille nach dem reinen Erkenntnisse Meines göttlichen Willens in die Ordnung gebracht wurde.

[ER 31.3] Diese zweite Region gleicht am meisten dem irdischen Leben der Menschen auf dieser Erdoberfläche; da ist ein fortwährendes Hin- und Herrennen, ein Zusammenrotten der Gleichgesinnten, Krieg, Mord, Gefangennehmung, Besiegung, Durchgehen, Stehlen und Rauben, Böses thun, wieder Gutes zufügen. Das Alles kann man in dieser zweiten Region haben; sie ist der eigentliche Kampfplatz der Geister; daher auch Gebirge, die sich zumeist in dieser Region befinden, gewöhnlich höchst zerstört aussehen, gleich einer Festung, die mehrere Jahre eine Belagerung ausgehalten hat.

[ER 33.1] Der Regen fällt in Tropfen zur Erde, bald in kleineren, bald in größeren, so ebenfalls der Schnee; desgleichen findet man auch beim Hagel, wo manchmal nur kleinwinzige Körnchen herunterfallen, manchmal aber pfundschwere, ja auf Hochgebirgen manchmal sogar centnerschwere Schloßen, und gewöhnlich in einer überaus großen Anzahl, die manchmal so groß sein dürfte, daß sie kaum auszusprechen wäre. Da läßt sich denn hernach fragen: wie, wenn ein jedes Regentröpfchen, eine jede Schneeflocke, oder ein jedes Hagelkorn einen Geist mit sich zieht, woher eine solche Unzahl von Geistern? Und wann es zu Adams Zeiten geregnet hat und geschneit und gehagelt, woher damals die Geister, so noch Niemand auf der Erde aus der Zahl der Menschen gestorben ist? Allein wer die Sache von diesem Standpunkte aus betrachten würde, der müßte noch in einen beiweitem größeren Irrthum verfallen, als wie groß da ist die ganze Erde.

[ER 34.11] Wenn sie sich auf der Erde sehr nützlich und thätig zeigen, so kann ihnen auf der Erde das Fleisch wohl nachgesehen werden; dafür aber kommen sie entweder in den Mond oder in einen anderen Planeten, – wo sie dennoch eine Incarnation annehmen müssen und auch meist williger annehmen, weil die Incarnation auf den anderen Weltkörpern gewöhnlich flüchtiger und leichter ist.

[ER 37.17] Aehnliche Berge giebt es in Tirol noch eine Menge; so ist die Gantspitze, der hohe böse Ring, der böse Stein, der hohe Helm, der Brenner, der Oetzer, die Vintschgauer Hochkuppe, das Wurmserjoch und dergleichen noch mehrere überaus berüchtiget; in der Schweiz das bekannte Wetterhorn, das finstere Achhorn, der hohe Mönch, das Wöllerhorn, die Pilatusspitze, auch der Bernhardsberg, die Teufelsbrücke und dergleichen noch eine Menge, lauter Berge von gleichem Kaliber.

[ER 38.13] Daß aber, um den Begriff Gebot in Eins aus den vielfachen Begriffen zu completiren, es etwas Außerordentliches ist, und durchgehends keine so leichte Aufgabe, als sich Jemand denken würde, das versteht sich von selbst; denn was gehört zu einem Gebote? Für’s Erste ein weises gebietendes Wesen, das eine große in allen Dingen durchgreifende Einsicht hat, warum es ein Gebot giebt, und wem. Zweitens muß ein freies Wesen da sein, begabt mit vieler Einsicht und damit gebundener Willenskraft, damit es das Gebot annehmen, verstehen und halten kann. Was gehört dazu, um ein solches Wesen zu erschaffen, und welche Eigenschaften muß der Schöpfer haben, um ein solches Wesen erschaffen zu können?! – Drittens, das Gebot muß auch sanctionirt sein; was gehört wieder dazu, um ein Gebot weise, gerecht und werkthätig sanctioniren zu können?!

[ER 40.4] Ein weiterer Grund ist der, daß die gefangenen Urseelen befreit werden, und als freilich noch sehr stark getheilte Specifica in der Erscheinlichkeit von allerlei Flüssigkeiten herauf auf die Erdoberfläche geleitet, und da ihren Erlösungsweg durch die euch bekannten Stufen des Pflanzen- und Thierreiches nach der Leitung der dieses Geschäft überwachenden und leitenden Geister geführt werden; denn in der Erde giebt es allenthalben gefangene Geister, die entweder schon den Weg des Fleisches durchgemacht, oder die sich ohne diesen Weg als complete Geister manifestirt haben, welche Geister euch schon näher bekannt gegeben worden sind. Es sind nämlich Erd-, Berg-, Wasser-, Feuer- und Luft-Geister. Neben diesen zwei Arten von Geistern aber giebt es noch eine zahllose Menge von Seelenspecificis, die erst flottgemacht werden müssen, und dann gesammelt und geordnet in Ein Wesen, das ihnen auf jeder Stufe ihres Emporsteigens ordnungsmäßig entspricht.

[ER 43.1] Ihr möget die Thierwelt wie die Pflanzenwelt durchgehen, ja selbst die Mineralwelt nicht außer Acht lassen, und überall werdet ihr eine selbständige Intelligenz, neben dieser Intelligenz aber auch eine Nöthigung finden. Diese selbständige Intelligenz läßt sich nicht nur aus dem verschiedenartigen eigenschaftlichen Charakter erkennen, sondern auch, was besonders für Psychologen wichtig ist, aus dem Eindrucke, den die verschiedenen Dinge und Sachen auf das menschliche Gemüth machen.

[ER 45.9] Ferner entdecken wir an dem Eisen eine geschmeidige Biegsamkeit; das ist ein Specificum oder eine seelische Intelligenz, die vielseitig durchgeprüft in sich die Willfährigkeit trägt. Dieses Specificum ist darum auch schon mächtiger als die ersten beiden. Sie verlieren zwar durch das Beisein dieses Specificums in ihrer Eigenthümlichkeit nichts, aber dennoch müssen sie sich nach diesem Specificum richten, das da eine demüthige Willfährigkeit in sich birgt; daher das Eisen auch um so beugsamer und geschmeidiger wird, so es erhitzt ist, und dieses Geschmeidiger- und Biegsamersein des Eisens im erhitzten Zustande entspricht um so mehr der willfährigen Demuth, weil die Demuth und der Wille desto geschmeidiger werden, je mehr sie durch die Feuerprobe versucht oder geprüft worden sind. Dieses Specificum ist zwar auch noch von unten; aber schon von guter Art, weil es sich fügt, da es durch viele Prüfungen sich fügen gelernt hat.

[ER 46.4] Diese Lichtatome werden von einigen Naturforschern auch ätherische Lichtmonaden genannt, welcher Name ziemlich gut ist, weil durch den Ausdruck Monade gewisserart ein Einzelnes, oder ein Alleiniges in seiner Art bezeichnet wird. Dieses Specificum ist, weil dem Lichte entstammend, höchst eigenthümlich in seiner intellektuellen Sphäre; es liebt die Ruhe, und sucht dieselbe mit der größten Beharrlichkeit, aber eben darum, weil es in sich selbst gewisserart das Gesetz der Ruhe selbst ist, so übt es in jeder Beschränkung und Bedrückung, den vorigen Ruhezustand suchend, die größte bewegende Kraft aus, welcher Kraft ebenfalls nichts widerstehen kann, wann sie durch irgend etwas aus ihrem Gleichgewichte gebracht wurde.

[ER 46.11] Und nachdem wir diese Vorleitung gründlich durchgemacht haben, so wollen wir für’s Nächste uns in das Thierreich begeben und sehen, wie dort die Geister wirken.

[ER 53.5] Noch auffallender aber stellt sich diese Theilbarkeit in der geistigen Welt durch zahllose allerseltenste Erscheinlichkeiten dar. Eine Seele, die durch einen solchen Lebenswandel die irdische Zeit durchlebt hat, der nicht in den strahlenden Paragraphen des Lebensbuches geschrieben ist, oder welcher Lebenswandel nicht nach dem Evangelium in allen Theilen genügend durchgeschult ist, erscheint in der geistigen Welt nothwendig unter den mannigfachsten Gestaltungen, welche sich bis zu den scheußlichsten Thiergestalten zurück erstrecken. Der Grund davon ist, weil die Seele durch das irdische Leben eine große Portion zu ihrer Vollgestaltung nöthiger Specifica vergeudet hat. Diese sind nach der Abscheidung der Seele vom Leibe nicht mehr da; daher die Gestalt der Seele außer dem Leibe da nur eine höchst unvollkommene sein muß, so wie auch einige und gar viele sich auf ein oder das andere sinnliche Wesen zu sehr hinneigen, und dadurch ein zu großes Uebermaß der für ihr Wesen nicht mehr tauglichen und nöthigen Specifica erlangen. Solche Seelen bekommen dann in der geistigen Welt, sobald sie außer dem Leibe sind, eine Menge der seltensten und zumeist grauslichsten Auswüchse. Stützköpfe z. B., weil das noch eine thierische Eigenschaft ist, bekommen nach dem Maße ihrer Stützigkeit Geweihe oder Hörner; Unzüchtige, die nur mit den weiblichen Genitalien sich beschäftigen, strotzen oft am ganzen Wesen von lauter weiblichen Genitalien, so auch umgekehrt das weibliche Geschlecht von den membris virilibus.

[ER 53.13] Auf den anderen Weltkörpern aber bekommen die Menschen Geister aus den Engeln; denn ein jeder Engel ist ein Kind Gottes, und mußte auf dieser Erde, so wie Ich Selbst und wie jeder Erzengel den Weg des Fleisches durchgemacht haben; aus welchem Grunde er dann auch die schöpferische Kraft in sich hat, und kann aus dem Ueberflusse seiner Liebe und seines Lichtes nehmen, und in die neu werdenden Menschen anderer Planeten legen, und sich auf diese Weise wie ein Gott Kinder seines Namens ziehen. Diese Kinder sind demnach nur Afterkinder, aber nicht wirkliche Kinder aus Gott; können aber wohl auch auf dem Wege einer Wiederfleischwerdung auf dieser Erde zur Kindschaft Gottes gelangen.

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