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[BJ 1.5] Ich habe auch gehört, daß die Juden wider Dich murren, und Dir Böses zufügen wollen. — Ich aber habe eine zwar kleine, aber wohlgeordnete Stadt, welche für uns beide hinreichend sein wird; daher komme Du, mein überaus hochgeachtetster Freund Jesus, zu mir, und bleibe bei mir in meiner Stadt und in meinem Lande; da sollst Du von Jedermann auf Händen und im Herzen getragen seyn. — Ich erwarte Dich mit der größten Sehnsucht meines Herzens! —

[ER 5.1] Wenn ihr einen thierischen Körper was immer für einer Art betrachtet, so werdet ihr, ohne weiter die Anatomie aller Thierkörperwelt studirt zu haben, gar leicht begreifen und einsehen, daß entweder das Blut oder die Säfte durch alle Adern und anderen Gefäße ebenso durchgehen, als wie durch diejenigen Adern und Gefäße, die im eigenen thierischen Herzen vorhanden sind, und daß an allen Punkten im selben Augenblicke wie im eigentlichen Herzen der Puls- oder Triebstoß geschieht; und es ist leicht einzusehen, daß in einem thierischen Körper darum nicht mehrere Triebkräfte vorhanden zu sein nöthig haben, als eben nur eine, die hinreicht für zahllose Gefäße.

[ER 5.11] Dasselbe Verhältniß findet ihr bei euerem Körperbaue selbst. Wollt ihr es noch deutlicher sehen, so nehmet ein Ei zur Hand, da werdet ihr wieder dasselbe finden; kurz und gut, ihr möget von allen Gewächsen nehmen, das welche ihr wollet, und dessen Früchte oder Samen betrachten, wie ihr nur immer wollet; ebenso möget ihr das ganze Reich der Thiere durchgehen, und ihr werdet überall ein und dasselbe finden.

[ER 6.2] Wir haben schon einmal oben angedeutet, daß neben dem Hauptschwerpunkte noch eine Menge anderer kleinerer Schwerpunkte in der Materie vorhanden sind, jedoch das Wo zur deutlichen Erklärung für die Folge vorbehalten. Eben hier aber ist der Punkt und der rechte Platz, wo sich eben dieses Wo der Nebenschwerpunkte auf eine sehr beschauliche Weise bestimmen läßt. So viel wissen wir nun schon aus dieser Mittheilung, daß der Schwerpunkt in der organischen Materie der eigentliche dieselbe belebende Wirkungspunkt ist; ist das aber unwidersprechlich der Fall, so ist gewisserart auf jedem Platze in der Materie eben auch ein kleiner Schwer-, Neben- oder Wirkungspunkt, wo eben die oben besprochenen Querorgane die aufsteigenden Organe gewisserart durchbohren, und in den aufsteigenden Organen eben auf dem Durchgangspunkte eine besondere Wirkung hervorbringen; was sich Jemand auch durch andere Behelfe bildlich vorstellen kann.

[ER 6.8] Sehet, aus dem Beispiele geht schon eine bedeutend merkliche Wirkung hervor, welche durch diesen Durchgangspunkt, der sonach ein Nebenschwerpunkt ist, hervorgebracht wird. Etwas Aehnliches bewirken aber eben auch in einem Baume die Querröhrchen in den Punkten, wo sie die aufsteigenden Röhrchen durchschneiden.

[ER 6.11] Um dieses aber wieder deutlicher zu erkennen, lassen wir durch jede Vor- oder Einleitungsröhre eine ganz andere Flüssigkeit leiten, wie z. B. durch die eine wohl Brunnenwasser, durch die zweite einen Sauerbrunnen, durch die dritte Wein, durch die vierte Bier, durch die fünfte Milch, durch die sechste Essig, durch die siebente Spiritus, durch die achte Oel, durch die neunte Lauge, und durch die zehnte gar Meth; bis zu dem vereinigten Durchgangspunkte wird ein Jeder, so er die Röhre öffnen würde, die ursprüngliche Flüssigkeit erhalten, nach dem Vereinigungspunkte aber wird jede Fortleitungsröhre ganz sicher ein Gemenge von allen obgenannten zehn Flüssigkeiten haben, und sicher kein lauteres Aussehen mehr besitzen.

[ER 8.4] Die Erde zieht die Luft in sich, da dehnt sich die weichere Bauchgegend der Erde, die gewöhnlich vom Meere bedeckt ist, mehr aus, und das über ihr befindliche Meerwasser steigt auf den festen Ufern höher; stößt die Erde, oder vielmehr ihre Lunge, den Athem wieder aus, dann sinkt der Bauch wieder tiefer hinab, und das Meerwasser tritt von den festeren Ufern ebenfalls wieder zurück.

[ER 9.14] Betrachten wir weiter die Wolken und Nebelgebilde, und die Winde auch, die sie bewegen. Alles das ist ein Produkt dieses Erdeingeweides; denn dessen Hauptcentralfeuer dringt durch zahllose Organe der Erde hindurch, und erwärmt diese in all’ ihren Theilen auf eine hinreichende Weise. Es dürfte Jemand nur etwas über eine deutsche Meile tief in das Erdinnere dringen, und er würde sich überzeugen, wie mächtig schon hier dieser innere Erderwärmungsapparat wirkt. Wenn nun das Wasser in diese Tiefen dringt, so wird es bald in Dämpfe aufgelöst; diese blähen dann die Erdhaut auf, und dringen dann entweder nach und nach als Gase oder Dämpfe durch die Poren, Klüfte und andern Höhlungen der Erdrinde, und erfüllen also die Luft, und stören das Gleichgewicht derselben, woher dann die Winde ihre Entstehung nehmen, oder wenn diese innerlich gebildeten Wasserdämpfe und Gase manchmal zufolge einer Ueberfüllung einen gewaltsameren Ausweg nehmen, so wird dadurch wohl ein größeres oder kleineres Erdbeben bewirkt, und in der Gegend des Ausbruches Alles vernichtende Orkane, Wind- und manchmal auch Feuerhosen zu Tage gefördert. – Da hätten wir nun wieder eine dritte anschauliche Erscheinung auf der Erdoberfläche, die von diesem Erdeingeweidestücke herrührt.

[ER 9.15] Eben auf eine ähnliche Weise rührt die Bewegung des Meeres (doch nicht die Ebbe und Fluth, sondern bloß jene wogende und stürmische), so wie auch alle die Strömungen des Meeres von eben diesem Eingeweide her. Auch das Gesalzensein des Meeres, was nur dadurch geschehen kann, wenn gewisse Substanzen zuvor durch das Feuer aufgelöset werden, und dann als Salz zur Salzung des Meeres durch zahllose Organe heraufgetrieben werden, rührt daher. So auch rühren daher alle die meteorischen Erscheinungen, welche im Luftkreise der Erde zum Vorschein kommen, wie nicht minder auch alle Vegetationskraft der Erde. Nebst diesen giebt es noch eine zahllose Menge von Erscheinungen in und über der Erde, die alle von diesem Eingeweidestücke herrühren, – mit deren sämmtlicher Aufzählung hundert Schreiber in hundert Jahren nicht fertig würden; daher wäre es hier auch eine höchst unzweckmäßige und lächerliche Arbeit, alle diese Erscheinungen sonderheitlich aufzuzählen und zu besprechen, und das um so unzweckmäßiger, weil alle diese Erscheinungen aus der späteren Betrachtung des geistigen Theiles ohnehin leicht werden begriffen werden können. Daher ist es genug, daß wir hier diese Sache nur im Allgemeinen berühren, obschon es anderseits eben auch Niemanden gleichgültig sein darf, in Voraus bei diesem sehr wichtigen Punkte sich eine etwas tiefere Information zu verschaffen, ohne welche er das Geistige eben nicht gar zu tief verstehen würde.

[ER 11.3] Dieses Eingeweidestück besteht demnach ebenfalls aus einer Menge aneinander gereihter Kämmerlein, welche so wie die der Milz, aber nur etwas enger miteinander verbunden sind; nebst diesen Kämmerlein durchkreuzen die Leber hauptsächlich vier verschiedene Gefäßröhrchen, welche jedoch nicht die Gestalt haben wie jene, welche durch die Milz gehen, sondern sie sind gleichförmig fortlaufende Organe, welche untereinander mit noch kleineren Durchgangsgefäßen verbunden sind, durch welche Gefäße alle Organe dieses Eingeweidestückes in einer wechselseitigen Verbindung stehen.

[ER 14.5] Um dieses deutlicher einzusehen, wollen wir zuerst einen Baum in Wechselwirkung mit dem Erdkörper betrachten. Eine nur einigermaßen gründliche Einsicht in dieses Verhältniß wird die Sache sicher sonnenklar darstellen. Nehmen wir an, daß der Same offenbar früher da sein mußte, als der Baum, auf dem er sich dann wieder reproducirt, welche Annahme auch schon darum die richtige ist, weil ein Same doch für jeden Fall leichter in der Erde sich erzeugen läßt, als wie ein ganzer vollends ausgewachsener Baum. Auch kann man den leichten Samen überall hinlegen, und eine kleine Kraft wird erforderlich sein, um die leichten Sämereien von oft größten Bäumen in alle vier Weltgegenden hin zu zerstreuen; und wenn leichte Winde wehen, und diese leichten Samenkörner mit sich führen, so wird durch diesen Akt nicht einmal eine Mücke beleidigt, geschweige erst ein größeres Thier, oder gar ein Mensch. Wie schwer und mit welcher Kraftanwendung würde eine solche Operation, und mit welcher Gefahr daneben mit schon vollkommen ausgewachsenen Bäumen vor sich gehen! Was würden die Menschen wohl sagen, wenn sich auf einmal so ein ganzer großer Eichwald, von mächtigen Orkanen herbeigeführt, über ihren Häuptern niederließe, und in die Erde seine Wurzeln setzte? – Und für einen solchen Wald können gesunde Eichelnüsse auf einem einzigen Wagen herbeigeführt werden, können dann in aller Stille in die Erde gesteckt werden, worüber sicher kein Mensch den Kopf verlieren wird, so nach der Zeit die Eichelnüsse ganz zarte Triebe über die Erde langsam werden zu erheben anfangen. Wem wohl hat es je wehgethan, der durch einen Wald gegangen ist, so ihm ein überaus leichtes Tannensamenkörnchen auf seinen Hut niederflatterte? Was für ein Gesicht aber würde ein Mensch dazu machen, so ihm statt eines so leichten Samenkörnchens ein ganz vollkommen ausgewachsener riesiger Tannenbaum vor der Nase niederflatterte?

[ER 15.1] Diese Erscheinungen geschehen scheinbar wohl also, daß Jemand glauben könnte, sie seien gewisserart Kollekte von gewissen Wirbelwinden, die sich aber dann in der Luft in irgend einen Knaul vereinigten und sodann wieder herunterfielen, so die Hebekraft des Wirbelwindes nachgelassen hätte. Allein für einen nur etwas tieferen Forscher wird diese Erklärungsweise sicher nicht genügend sein; denn um Frösche, Kröten und Schlangen zu heben, würde ein ungeheuer starker Wirbelorkan oder gar eine allerheftigste Windhose vonnöthen sein. So aber diese mehr lockeren Thierkörper einer solchen zerstörenden Wuth der Winde preisgegeben würden, so müßten sie für’s Erste ja bevor in die kleinsten Stücke zerrissen sein, bevor sie wieder zur Erde fielen, und mit dem Lebendigbleiben solcher Thiere hätte es dann sicher seine geweisten Wege; für’s Zweite müßte eine solche Windhose, um etwa irgend einen ganzen See oder einen Morast, der oft mehrere Stunden in der Länge und Breite hat, auszufischen, selbst einen ungeheuren Durchmesser haben, und eine Kraftäußerung daneben, der kein Berg widerstehen könnte, was doch nicht leichtlich ein Naturforscher annehmen kann; und für’s Dritte würde ein solcher Wind oder eine solche gewaltige Windhose wohl das Wasser des Sees bis auf den letzten Tropfen, oder auch einen ganzen Morast dergestalt ausputzen, daß da auch nicht nur ein lockeres Sandkörnchen zurückbliebe, wo dann, wenn es diese Thiere niederregnete, auch Wasser, Schlamm und noch eine Menge anderer Ingredienzen herabfallen müßten, was aber gewöhnlich bei diesen sogenannten Amphibienregen niemals der Fall ist. – Wohl aber entstehen diese Erscheinungen auf folgende Art:

[ER 15.3] Ganz anders verhält es sich mit den ursprünglichen Pflanzenstufen, die schon als solche in das erste Dasein treten; diese müssen früher alle Pflanzenstufen durchgehen, die in ihrer Fortschreitungslinie stehen, bevor sie in das thierische Leben aufgenommen werden können. Da es aber auch einen gewaltigen Unterschied zwischen Pflanzen und Pflanzen giebt, als da sind edle und nicht edle, gute und nicht gute, so folgt auch daraus, daß besonders die edlen den Thierstufen und die edelsten sogar der Menschenstufe so nahe stehen, daß sie alsbald wenigstens zum Theile in das menschliche Wesen, und zum größten Theile in das edlere Thierreich können aufgenommen werden. Von solchen Pflanzen sagt man: Diese haben eine kurze Uebergangslinie; aber da giebt es eine große Menge unedler Pflanzen; bei denen geht es sehr lange her, bis sie in die edleren aufgenommen werden, und da sagt man: Diese haben eine lange Uebergangslinie.

[ER 15.5] Also auch haben die neu entstandenen Inseln den von der Erde erzeugten Sämereien ihren Pflanzenwuchs zu verdanken, und wenn dieser einmal eine hinreichende Stufenreihe durchgebildet ist, so werden sich auch anfangen Thierstufen zu entwickeln, jedoch nur bis zu den noch sehr unvollkommenen kriechenden Thieren und Insekten; weiter hinauf reicht der freie natürliche Uebergang nicht. Da muß dann schon eine höhere Kraft auftreten, um ein entsprechendes, auf einer höheren Stufe stehendes Thier zu creiren, in das die vorhergehenden Stufen übergehen können, – und so nicht selten aufwärts bis zum Menschen, der jedoch nimmer neu creirt wird, sondern wird zu rechter Zeit durch Uebersiedlung dahingebracht.

[ER 16.1] Diese zweite feste Erde besteht aus einer ganz eigenthümlichen Masse, die sich, so wie das Holz eines Baumes, fast durchgehends gleich ist; nur ist sie natürlich gegen das Innere zu etwas weniger intensiv, wohl aber nimmt die Intensivität gegen Außen immer mehr zu, was auch nothwendig ist; denn wo es sich darum handelt, große Lasten zu tragen, da muß die Festigkeit groß sein. Gegen Innen zu aber, wo die polarischen Kräfte durch die Eingeweide der Erde wirken, muß die Dichtigkeit etwas abnehmen, und etwas zäh und nachgiebig sein, damit sie nicht bei gewaltigem inneren Kraftandrange zerberste, und die sehr fühlbaren Eingeweidestücke bei ihrem Hin- und her- und Auf- und abwallen durch einen anfälligen Anstoß an die sie umgebende etwa irgend zu feste Wand nicht Schaden leiden; aber gegen Oben zu, da wird diese zweite Erde in ihrem künstlichen Gefüge äußerst fest, welche gleiche Festigkeit schon durchaus einen Durchmesser von nahe 200 Meilen hat, welche Dicke hinreichend stark genug ist, um die ganze dritte äußere Erde mit all ihren Meeren, Ländern und Bergen mit einer solchen Leichtigkeit zu tragen, als wie leicht der Elephant eine über ihn gebreitete Decke trägt.

[ER 16.2] Aus was für einem Materiale besteht denn demnach diese zweite feste Erde? Euch dieses Material zu erklären, wird wohl etwas schwer sein, weil sich davon auf der Oberfläche der Erde wohl nirgends etwas Aehnliches vorfindet, und auch nicht vorfinden kann, da die Bestandtheile einer jeden Erde ganz verschiedenartig sind, was ihr auch bei der Betrachtung einer Nuß recht leicht ersehet, wo die äußere grüne Rinde durchaus nichts von der harten Schale in sich enthält, so wie der innere Kern auch nichts, und ist ein jedes, wenn schon mit einander verbunden, dennoch für sich wie ganz ausgeschieden da. Also verhält es sich auch mit der Masse dieser zweiten festen Erde. Sie ist weder Gestein, noch Metall, durchaus kein Diamant, und noch weniger irgend Gold oder Platina; denn wäre diese Masse etwas Aehnliches, so würde sie für’s Erste das innere Feuer, das den Eingeweiden entströmt, nicht aushalten. Sie würde bald geschmolzen und endlich in Schlacke und Asche verwandelt sein; eben so wenig würde sie den mächtigen Durchgang von zahllosen Quellen von Feuer und anderen zerstörenden Substanzen aushalten, würde sich bald abnützen und anderseits in diesen Durchgangstheilen verwittern, in welchem Zustande sie dann zu ferneren Operationen untüchtig würde.

[ER 16.4] Was die Farbe unseres festen Erdmaterials betrifft, so ist dasselbe gegen oben herauf mehr weiß-graulicht, und würde beim Sonnenlichte ungefähr also aussehen wie eine Perle; weiter hinab aber wird es immer dunkler, und hat die wunderlichsten Färbungen, fast durchgehends so spielend wie eine sogenannte Goldperlenmuschel. Zugleich ist dieses Material überaus schwer, und muß es auch sein; denn in ihm liegt der Hauptrotationsschwung der Erde, was auf der äußeren Erde, die mehr locker und schwammig ist, nicht zu diesem Zwecke dienlich vorkommen kann.

[ER 17.6] Wir haben nun auf diese Weise einen sehr kunstvollen Mechanismus in dieser Mittelerde kennen gelernt. Es geht uns zur vollen Kenntniß dieses Erdkörpertheiles nur noch etwas Weniges ab, dann werden wir mit ihm fertig sein. Dieses Wenige besteht in den sogenannten Rückleitungs- oder Wiederaufsaugungsgefäßen, durch welche, wie bei dem thierischen Körper das Blut durch die Adern, die überflüssigen Säfte, die noch zur Ernährung der Erde nicht vollkommen präparirt sind, wieder zum Herzen derselben zurückdringen, um dort neue Kraft und Stärkung zu holen. Diese rückführenden Kanäle sind ebenfalls mit Aufhaltsklappen versehen, welche sich nur dann öffnen, wenn das Herz der Erde sich zusammenzieht. Dehnt es sich wieder aus, da schließen sich diese Klappen, und lassen die rücksteigenden Säfte nicht fortsteigen, nur schließen diese Klappen nicht so genau wie jene in den aufsteigenden Gefäßen, was aber auch nicht so nothwendig ist; für’s Erste sind diese Rückleitungskanäle durchgehends enger als die aufsteigenden, daher die in ihnen enthaltene Flüssigkeitssäule keine so große Schwere in sich faßt, für‘s Zweite ist die in ihnen enthaltene Flüssigkeit auch viel träger, als die in den aufsteigenden Kanälen, und für’s Dritte haben diese oberwähnten Klappen nur das zu bewerkstelligen, daß diese Kanäle beim Ausstoß nicht ganz unterbrochen, sondern nur beenget werden; – welche mechanische Einrichtung ihr auch bei den Adern thierischer Körper antreffen könnet, so wie auch in den euch bekannten Röhrchen des Holzes, wo aber jedoch die Rückleitungsgefäße zwischen der äußeren Rinde und dem Holze vorkommen.

[ER 18.1] Nachdem wir die Mittelerde durchgemacht haben, begeben wir uns, wie schon vorerwähnt, auf die äußere Erde, die gewisserart die Haut oder die Rinde der Erde ausmacht.

[ER 19.5] Nun wüßten wir auch Das. Das Reich der Fossilien haben wir schon letzthin angezogen; so bleibt uns für die natürliche Betrachtung des Erdkörpers nichts mehr übrig als die Luft, welche die Erde in Allem bis zu einer Höhe von zehn deutschen Meilen in drei hauptunterschiedlichen Sphären umgiebt; und so wollen wir nächstens diesen äußersten Theil der Erde noch durchgehen, und wollen uns endlich, wenn wir den Aether werden erreicht haben, auf seinen Lichtschwingen in die Geisterwelt hinüberschwingen.

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