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[GS 1.74.3] Der Primus spricht: Lieber Freund, woher du auch immer sein magst, auf dergleichen Fragen kann ich dir schon noch antworten, und wenn du deren auch noch mehrere stellen würdest; – aber nur über die römische Kirche sollst du mich nicht mehr fragen; denn ich bin über die Maßen froh gleich einem verabschiedeten gemeinen Soldaten, daß ich hier mit ihr nichts mehr zu schaffen habe. Aber was Christum betrifft, da will ich mit dir reden, so lange du es nur immer willst; und so sage ich dir zur Antwort auf deine Frage, daß ich bei mir selbst gar oft über Christus nachgedacht habe, und empfand es auch in mir nicht selten, daß ich eben kein schlechter Apostel sein dürfte, wenn ich das Glück hätte mit Christo also umzugehen, wie der Apostel Petrus mit Ihm umgegangen ist; ja, ich muß dir sagen, Christus wäre die einzige göttliche Person, die ich aus allen meinen Kräften lieben könnte, so Sie im Ernste irgendwo vorhanden sein sollte.

[GS 1.78.6] Der Herr aber hat Sein Wort mit den Perlen verglichen, die man nicht den Schweinen vorwerfen soll, also meine ich denn auch, es wird aus einem solchen Schweinstroge nicht zu viel des lebendigen Brodes zu erschnappen sein; – und so werdet ihr es auch mit Leichtigkeit einsehen, daß unser Abrahamstisch, wie wir ihn zuerst gesehen haben, noch viel zu gut ist, um die volle Schändlichkeit so manches Tisches des Herrn in euerer Kirche darzustellen. Der Grund aber liegt darin, weil diese Laienmönche in ihrem Inneren sich unter dem weltlichen Tische des Herrn nothgedrungen etwas Besseres vorstellten, als er an und für sich wirklich ist; denn sie hatten davon ja keine Ahnung, daß der Tisch Abrahams, Isaaks und Jakobs nichts Anderes als die reinste Liebe zum Herrn bezeichnet, und aus dieser heraus alle ersprießliche Werkthätigkeit in Beziehung auf das geistige Wohl der Brüder. – Wie demnach aber der Tisch, so auch der Himmel; denn da sich der eigentliche Himmel um’s Geld nicht erkaufen läßt, während ihn eure Kirche doch fortwährend fest taxirt verkauft, so ist demnach auch dieser Batzenhimmel ja ganz wohl entsprechend, und muß also aussehen wie das Mittel, durch das man ihn an sich gebracht hat.

[GS 1.83.1] Wir wären nun schon auf gute Redeweite bei der Mönchgesellschaft; und so will ich denn auch sogleich meine Fragen an diese Gesellschaft erneuern, damit wir daraus ersehen, in wie weit sich eben diese Gesellschaft zufolge unserer früheren Besprechung mit ihr gefunden hat. Ihr fraget zwar: Muß Solches in dieser geistigen Welt auch allzeit wörtlich abgemacht werden, oder steht es nicht Geistern von deiner Vollkommenheit zu, solche trügliche Geister ohne Wortwechsel auf den ersten Augenblick zu erkennen, wie sie inwendig beschaffen sind?

[GS 1.83.3] Daher nützt auch hier die alleinige Erkenntniß von meiner Seite hinsichtlich der innern Beschaffenheit dieser Geister allein für sich genommen so gut als nichts; aber ich kann zufolge dieser Erkenntniß die Geister also zur eigenen Aeußerung leiten, daß sie wie nothgedrungen mir nicht ausweichen können, und müssen daher ihr Inwendigstes eben durch ihr Wort nach Außen kehren, und es der allgemeinen Beschaulichkeit preis geben.

[GS 1.85.3] Also werden alle gebeichteten Sünden auf diese Art nur aufbewahrt, und jeglicher Eigenthümer bekommt sie hier in so weit gut verzinst zurück, da er auf diese Weise erstens sich selbst und dann alle seine Nebenmenschen betrog; – sich selbst, weil er sich nun nach einer jeden Beichte für einen vollkommen der göttlichen Gnade würdigen Menschen ansah, und zu dem Behufe auch allzeit ein gewissenerleichterndes Wohlgefallen an sich selbst hatte, – seine Nebenmenschen aber betrog er dadurch, daß diese nie wußten, wie sie so ganz eigentlich mit ihm daran sind, und ihn daher auch nothgedrungen für viel besser ansehen mußten, als er es von jeher war.

[GS 1.86.8] Wenn der Beichtiger im wahren Sinne voll Liebe ist in seinem Herzen, und benützt die Gelegenheit der Beichte also, daß er dem Beichtenden zeigt, wann und auf welche Weise ihm allein vom Herrn die Sünden nachgelassen werden, und zeigt ihm, daß die Beichte an und für sich ohne die Beachtung der freundlichst angerathenen Mittel und deren völlige Beobachtung gänzlich wirkungslos ist, und im Gegentheile einen Sünder, wenn er in der Beichte die völlige Nachlassung seiner Sünden glaubt, nur noch verstockter und unverbesserlicher macht; – und wenn der Beichtiger dem Beichtenden noch dazu allerfreundlichst und liebevollst den Rath ertheilt, daß er allersorgfältigst und vollernstlichst dahin trachten solle, daß er durch Vermeidung all’ seiner bekannt gegebenen Sünden sich auf den Wegen, welche das Evangelium vorzeichnet, unabwendbar fortbewegen soll, auf welchen Wegen er allein zur Wiedergeburt des Geistes gelangen kann, und der Beichtende dem Beichtiger darauf die aufrichtigste Versicherung giebt, daß er alles Mögliche aufbieten wird, um dem Rathe des Beichtigers vollkommen zu genügen, und der Beichtiger dem Beichtenden auf solch’ eine ersichtlich lebendige Zusicherung im Namen des Herrn die bekannt gegebenen Sünden nachläßt, – so ist er ein rechter Beichtiger, und kann in dem Falle als ein ungerechter Haushalter angesehen werden.

[GS 1.87.10] Also wird auch sowohl von den Kanzeln, wie in den Beichtstühlen allersorgfältigst geprediget und gelehrt, daß da Niemanden eine Sünde von Seite des Herrn nachgelassen werden kann, wenn der Beichtende nicht zuvor sich mit allen seinen Schuldnern aus dem innersten Grunde seines Herzens verglichen hat. – Wenn irgend vielleicht ein größerer Unfug mit dieser Function getrieben wird, als es die allgemeine kirchliche Regel haben will, daß eben diese Function in solchem reinen Sinne gehandhabt werden soll, so kann solch’ ein Unfug ja doch nicht der Allgemeinheit zur Last gelegt werden.

[GS 1.88.5] Und so kehrte ich denn nothgedrungen unverrichteter Sache wieder also zurück, wie ich abgesandt wurde, und dachte mir, entweder habe ich deine Sendung nicht verstanden,- oder du hast mir mit dieser Sendung einen handgreiflichen Beweis an mir selbst erfahren lassen, dem zu Folge ich ersehen sollte, wie völlig untauglich und ungeschickt ich zum Reiche Gottes bin; – und ist es denn, wie es wolle, dachte ich mir ferner, eine nachträgliche Beleuchtung von deiner Seite wird hier wohl schier am allereigentlichsten Platze sein. Also bin ich denn wieder hier, und habe dir kund gethan, wie es mit der Sache steht; du aber magst thun, was du willst. Das sehe ich klar ein, daß wir Alle dir nicht zu widerstreben vermögen; und wärest du auch kein Bote von Oben, so müßte sich aber unsere geringe Kraft dennoch von der deinigen unterjochen lassen, weil sie ihr nirgends auch nur im Allergeringsten zu opponiern vermag.

[GS 1.93.6] Wenn ihr nun dieses Vorangeschickte ein wenig fasset, so wird es euch gar nicht schwer werden, die Erscheinlichkeit hier im reinen Reiche der Geister zu verstehen; denn was ihr bei euch ausgebildete Gedanken nennet, das sind hier wie vollkommen äußerlich ausgeprägte Erscheinungen. Die erste Ausprägung ist die lebhafteste und am wenigsten vergängliche; spätere Ausbildungen oder die sogenannten Nachgedanken, die ihr allenfalls als flüchtige Erinnerungen kennet, sind nicht mehr stichhaltend, und außer einem festen Willen des sie in sich tragenden Individuums auch nicht in die Erscheinlichkeit tretend. Wir aber sind erst vor diesen Gartenbewohnern gestanden und haben mit ihnen die allerwichtigsten Dinge verhandelt; sonach waren wir auch und sind es noch, die Hauptgedanken oder die Hauptreflexionen in ihnen, aus diesem Grunde sie uns auch fortwährend gesehen haben, ohne daß wir mit unserer Hauptindividualität vonnöthen gehabt hätten, beständig vor ihnen zu sein.

[GS 1.96.2] Jetzt aber gebet Acht; unser früherer Mönch nähert sich mir schon wieder ganz bescheiden, und fragt nun auch sogleich: Lieber Freund und Bruder, als erhabener Bote des Herrn, als Solchen wir dich nun Alle ungezweifelt erkennen, aber dabei nicht erkennen, wer jener fremde schlichte Mann ist, – sage uns daher, wer dieser Mann ist; denn ich habe ihn so recht tüchtig betrachtet, und ich muß dir offenbar gestehen, daß mir im Verlaufe meiner Betrachtung von Augenblick zu Augenblick heißer geworden ist um mein Herz, und gar viele von meinen Brüdern gaben mir von ihnen aus das Gleiche zu verstehen. Daher meine ich, daß hinter diesem Manne durchaus nichts Geringes stecken kann; er ist entweder der Petrus oder Paulus, oder etwa gar der Lieblingsjünger des Herrn! – Wenn ich nicht zu weit vom Ziele geworfen habe, so wolle mir Solches brüderlich gütig zu verstehen geben. Ich weiß zwar noch nicht, was im ferneren Verlaufe mit uns Allen geschehen wird, kommen wir in die Hölle, oder doch wenigstens in’s Fegfeuer; aber das ist gewiß, diesen fremden schlichten Mann werde ich lieben, wo ich mich immer befinden werde in alle Ewigkeit, – und das aus dem Grunde, weil er gar so schlicht, einfach und liebevoll ist, was ich deutlich daraus abgenommen habe, als ich betrachtete, wie gar so herablassend und liebevollst brüderlich er mit dem Prior umgegangen ist, und seiner Schwachheit so weit nachgab und nachging, daß er ihn am Ende sogar vor der allfälligen schrecklichen Ankunft des Herrn in den Schutz nahm.

[GS 1.97.10] Sehet hin, und betrachtet die Geschichte des verlornen Sohnes; was that wohl dieser Erhebliches, daß er sich aussöhnen konnte mit seinem tiefgekränkten Vater? – Nichts, als daß er sich, durch die höchste schauderhafteste Noth getrieben und genöthiget, wieder nach Hause zu seinem Vater kehrte, um dort allenfalls der letzte Knecht zu sein. Was that aber der Vater? Er ging diesem zurückkehrenden Sohne schon auf den halben Weg entgegen; und wie dieser zu ihm kommend niederfiel, und ihm sein nothgedrungenes Begehren vortrug, hob ihn der Vater sobald auf, drückte ihn an seine heilige Brust, ließ ihm sogleich die herrlichsten Kleider anziehen und bestellte dazu noch ein großes Freudenmahl.

[GS 1.100.15] Unsere nun himmlischen Ehleute erheben sich, und der Prior bemerkt leidweslich unseren armen Laienbruder, wie dieser leer bei dieser Gelegenheit durchgefallen ist, und wendet sich darob alsogleich an den Herrn, und spricht: O Herr, Du allerliebevollster, bester Vater! Ich kann Dich nicht genug loben und preisen für die Gnade, die Du uns Allen erwiesen hast; aber sieh’, es ist dort im Hintergrunde ein armer Bruder noch ohne Weib und Gewand, mich dauert er überaus. O Herr, wenn es Dir angenehm wäre, so möchte ich ihm lieber mein Gewand und mein Weib abtreten, als ihn so verwaist hier sehen müssen. Ich weiß zwar wohl, daß Deine unendliche Vatergüte für ihn schon bestens gesorgt hat; aber da ich auch von Dir aus ein liebendes und mitleidiges Herz habe, so muß ich Dir offenbar gestehen: Wenn ich diesen armen Bruder nicht mir gleich selig wüßte, so möchte ich in Deinem allerheiligsten Namen lieber selbst mehrere tausend Jahre auf alle diese Seligkeit Verzicht leisten, als ihn nur einige Tage weniger selig zu wissen, denn mich selbst.

[GS 2.2.10] Hier giebt es durchgehends keine Augentäuschungen, wie auch keine Spiegelfechtereien, sondern Alles, was Du hier siehst, ist vollkommen fest und handgreiflich wahr; denn im Reiche der Liebe ist Alles vollkommen truglos und in seine möglichst engste Schranke in sich vereint, daher sind auch diese Geister so gut, wie nun Du, vollkommen wahre Wesen, und sind Alle sammt und sämmtlich Meine lieben Kinder!

[GS 2.9.1] Nun frage Ich, euer Hauptführer, euch wieder: Wie hat es euch behagt in der Sphäre dieses Meines Bruders? Ich sehe in euch die Antwort mit gar vielen Buchstaben geschrieben, und diese Antwort lautet: O Herr, Du allerliebevollster, heiligster Vater! In der Sphäre dieses Geistes haben wir ja doch Dinge geschaut, die von außerordentlicher und wichtiger Art waren, daß wir uns darüber gar nicht auszusprechen vermögen; haben wir auch nicht Alles gesehen, wie Deine Wege überall beschaffen sind, so haben wir aber doch dennoch einen so triftigen allgemeinen Ueberblick bekommen, wie Deine unendliche Liebe und Weisheit die verirrten Schafe sucht und findet, daß wir demnach füglich behaupten möchten, wir sind in der Sphäre dieses Geistes auf den Hauptpunkt einer allgemeinen Uebersicht geführt worden, von welchem aus wir alle die Geisterwelt von der unvollkommensten bis allervollendetsten Sphäre haben kennen gelernt, wofür wir Dir ewig nie genug werden danken können. Ja es kommt uns nun also vor, als könnte man das Wesen des geistigen Reiches unmöglich mehr triftiger durchgehen für die Kürze der Zeit bezüglich des umfassenden Anblickes und der Erfahrung, als wir in der Sphäre dieses Brudergeistes aus Dir es geschaut haben.

[GS 2.9.4] Wenn aber nun alle diese hundert Gelehrten mit der Arbeit fertig sein werden, da nehmet dann eines Jeden Arbeit zur Hand und leset seinen aufgezeichneten Gedanken oder das bearbeitete Thema, und ihr könnt vollends versichert sein, es werden nicht Zwei darunter sich vorfinden, die dieses Thema auf eine und dieselbe Art bearbeitet hätten; denn ganz anders wird sich der Mathematiker, ganz anders der Dichter, ganz anders der Mystiker und ganz anders, wie gesagt, ein Jeder gegen den Andern ausdrücken, und wenn ihr recht aufmerksam die Ausarbeitungen durchgehet, so wird sich in eines Jeden Ausarbeitung sein Steckenpferd gar leicht erkennen lassen.

[GS 2.9.15] Ich habe aber noch ein Beispiel vorräthig: Wenn ihr in der Schrift alle die Propheten, dann die Evangelisten, wie auch die Briefe des Paulus, die noch anderer Apostel und Jünger und am Ende noch die Offenbarung Johannes durchgehet, da werdet ihr doch offenbar sagen müssen: Da schreibt doch ein Jeder eine andere Sprache, bedient sich anderer Bilder und bearbeitet einen ganz anderen Stoff; selbst die vier Evangelisten stimmen sogar bei den geschichtlichen Thatsachen nicht mit einander überein. Der Paulus prediget in seinen Briefen weder ein noch das andere Evangelium; und die Offenbarung Johannis ist an und für sich schon so in wunderliche Bilder eingehüllt, daß man daraus nie völlig klug werden kann.

[GS 2.12.9] Sehet, da ist schon das Gartenthor. Wie ich aber bemerke, so seid ihr ja sehr prachtliebende Bauherren; denn die Gartenmauer besteht aus lauter Edelsteinen und das Thor ist gediegenes Gold. Und da seht nur einmal hin, die Gartenwege sind alle mit gold- und silberdurchwirktem Sand überzogen; und die Fruchtbetten des Gartens sind ja auf das zierlichste mit kleinen Goldgeländern umfangen, und die Spangen der Geländer durchgehends mit unterschiedlichen herrlichen Edelsteinen besetzt. Nein wahrhaftig, das heißt doch verschwenderisch gebaut! – Sogar die in den höchsten Reihen gesetzten herrlichen Fruchtbäume sind mit den schönsten silbernen Geländern umfangen, und je in der Mitte eines jeden Bettes ist ein kleiner Springbrunnen angebracht, der sein Gewässer in die verschiedenartigsten Formen aus sich treibt. – Weil die Wege gar so herrlich bestellt sind, da müssen wir denn doch eine tiefere Promenade in den Garten machen.

[GS 2.15.14] Was geschah denn zur Zeit der Geburt unseres hochgelobten und über Alles geliebten Herrn?

[GS 2.18.2] Wohin aber sollen wir uns nun begeben? – Hier will ich nicht sagen: Dahin oder dorthin, sondern auch Solches sollet ihr bestimmen; aber auf Eines muß ich euch aufmerksam machen, und das ist, daß ihr eine einmal gefaßte Bestimmung hier oder dorthin zu gehen fest halten müsset, und es muß beim ersten Gedanken bleiben; denn hier kommt es nicht darauf an, daß da Jemand sagen möchte: Ich weiß nicht recht, und bin zweifelhaft, ob ich mich links oder rechts wenden solle, – da bei solchen Zweifeln diese Welt, die ihr betretet, sobald wieder vor euch verschwinden würde. Daher muß ein jeder Gedanke fest gehalten werden und kein zweiter den ersten verdrängen. – Im Geiste ist das durchgehends der Fall; denn wer da nicht fest ist, der ist nicht geschickt zum Reiche Gottes. Also, wie der Herr Selbst spricht: Wer seine Hand an den Pflug legt und zurück sieht, der ist nicht geschickt zum Reiche Gottes.

[GS 2.20.1] Da stehen wir schon am Eingangsthore; aber wie es mir und sicher auch euch vorkommt, so kommen wir gerade vom Regen in die Traufe. Da seht nur einmal an die kaum aussprechliche Pracht des Eingangsthores selbst! Es hat die volle Höhe des ersten Stockwerkes, also eine Höhe von nahe dreißig Klaftern, und eine Breite von zwölf Klaftern. Die Seitenpfeiler des Thores sind massive Diamantpflöcke genau in’s Quadrat gezogen, und die Flächen dieser beiden Pfeiler sind noch in drei Reihen neben einander mit blauen, rothen und grünen Sternen vom hellsten Glanze geziert. Der Bogen dieses Portals ist gezogen aus dem kostbaren weißen Sonnensteine, und ist ebenfalls in der schönsten Ordnung geziert mit rothen, blauen und grünen Sternen. Ueber dem Portale, d. h. über dem Bogen desselben, ist noch ein massives allerfeinstes Rothgoldgeländer, und zu oberst der Handleiter des Geländers sind in gerechten Entfernungen runde Kugeln von dem allerfeinsten und kostbarsten weißen Sonnensteine gestellt, welche ein außerordentlich schönes weißes Licht von sich strahlen lassen. Die Thorflügel sind aus künstlich durchbrochenem feinsten Golde angefertiget, und sind mit Kreuzspangen aus weißem Golde überzogen, in welche Spangen auf das wunderbarst Zierlichste alle möglichen Gattungen der Edelsteine vom reinsten und schönsten Schliffe eingesetzt sind.

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