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[NS 33.12] Für’s Dritte besteht das Unterschiedliche in der Vegetation. Ihr dürftet zwar alle über 200,000 Gras-Pflanzen- und Gesträuchgattungen antreffen, die da vorkommen auf eurer Erde; aber alldort sind sie für’s Erste ebenfalls samenlos, und wachsen allenthalben auf den ihnen eigenthümlichen Plätzen frei aus dem Boden, ungefähr also, wie auf eurer Erde das Moos, verschiedene Schwämme und auch einige wenige Pflanzen besonders an den Aequatorgegenden eurer Erde; — Aber dennoch können in diesen beiden Gürteln allsämmtliche Pflanzen und Bäume nicht nur durch das Ueberstecken der Reiser weiter verpflanzt werden, sondern auch durch die Früchte selbst, welche zwar an und für sich sämmtlich kernlos sind; also wie es da im Morgenlande eine Traubengattung giebt, die ebenfalls kernlos ist. Wenn aber eine oder die andere reife Frucht in den Boden gelegt wird, so wächst aus ihr sobald wieder entweder eine gleiche Pflanze oder ein gleicher Baum. —

[NS 35.5] Es giebt wohl noch einiges Gewürme, einige wenige fliegende Insecten, wie auch einige Frosch- und Fischgattungen in den Gewässern; aber diese Thiere werden von den wenigen Bewohnern nicht benutzt. —

[NS 36.6] Das Thierreich ist hier überaus zahlreich, und das Land ist durchgehends reichlich bewohnt von Menschen. —

[NS 36.13] Was haben sie wohl für eine Gesichtsbildung? — Ihr Gesicht ist durchaus männlich, d. h. es ist keine Fratze, wie es dergleichen auf der Erde unter den Männern eine Menge giebt; aber im Uebrigen mehr abgerundet und sanft, denn bei dem männlichen Geschlechte auf eurer Erde. Die Lippen sind ausgezeichnet, also auch die Mundwinkel; das Kinn ist ziemlich hervorragend, aber nicht scharf markirt, sondern mehr sanft abgerundet und durchgehends bartlos. Das Haupthaar ist reichlich und lang, und ist von dunkelbrauner Farbe; also sind auch die Augenbrauen und Augenlider gefärbt. Die Stirne ist hoch und gegen die Haare ausgezeichnet weiß; die Ohren stehen im guten Verhältnisse mit den übrigen Gesichtstheilen, also auch die Nase.

[NS 37.7] Nun sind die Dielen gelegt; jetzt sehet, wie da über denselben drei Dachgerüstreihen aufgeführt werden, von denen die mittlere um die Hälfte höher ist, denn die beiden äußeren. Nun sind auch die Gerüste fertig; — sehet weiter! Diese Gerüste werden mit einer Art Latten verbunden, welche aber so nahe aneinander über das Gerüst angeheftet werden, daß zwischen einer und der andern Latte nicht mehr, als eine Linie Raum bleibt. —

[NS 37.9] Die Enden der Dachung, d. h. der Breite nach, werden zierlich mit diesem Golddachbleche eingebogen und gewisserart eingefaßt; im Uebrigen aber werden die Dachgänge offen gehalten, damit durch dieselben beständig frische Luft streiche und das ganze Gebäude von oben herab im kühlen Zustande erhalte. —

[NS 44.26] Ein Bewohner dieses Planeten hätte z. B. einen Grund, natürlich von großer Ausdehnung; die Mitte seines Grundes aber ist ihm unangenehmer Weise von einem ziemlich hohen Gebirgsrücken durchschnitten, ungefähr in dem Maßstabe eurer Choralpe. [* Ein Gebirg von 7800 Fuß südwestlich von Graz an der kärnthnerisch-steyerischen Grenze. *] — In diesem Falle wird alsogleich beschlossen, den Berg mit all’ seinen Verzweigungen entweder bis zur Hälfte abzutragen, und alle seine Gräben damit auszufüllen; oder aber der Berg wird in einer Breite von einer Stunde bis zur vorliegenden Grundebene herab durchgeschnitten, daß dann der Grundeigenthümer ganz ebenen Fußes durchgehen kann. Das Material, was bei dieser Gelegenheit der Abgrabung gewonnen wird, wird zur Begrenzung des Grundes theilweise verwendet; theilweise aber auch in andere Gebirgsgräben zu deren Ausgleichung gebracht.

[NS 46.20] Und so begeben wir uns wieder durch dieses sechste Sechsstockwerkgebäude; hier treffen wir auf einmal eine tausend Klaftern breite Straße. Diese Straße ist durchgehends also glatt abgeschliffen und polirt, wie ein Spiegel bei euch; und endlich erhebt sich mit der großartigsten Säulenpracht das Siebenstockwerkgebäude. — Dieses Gebäude ist von den früheren nicht nur durch die verschiedene Färbung der Stockwerke unterschieden, sondern es unterscheidet sich auch durch die nach Außen wie nach Innen jedes einzelne Stockwerk tragenden Säulen; denn die eigentlichen Wände dieses siebenten Gebäudes steigen erst innerhalb der mächtigen Säulengallerien auf. — Daß die Säulen der unteren Stockwerke immer stärker sind, denn die der oberen, versteht sich von selbst, weil sie die Last der oberen stets mehr und mehr tragen müssen. Jede Säulenreihe ist von einer andern Farbe, ebenfalls nach der Ordnung der Farben eines Regenbogens. — Das Dach ist ebenfalls flach, und über einer jeden Säule erhebt sich ein Obelisk, der zuoberst abermals mit einer großen Goldkugel geziert ist. Ein jeder solcher Dachobelisk ist mit dem andern durch zierliches Geländer verbunden, und bietet auf diese Weise einen überaus prachtvollen Anblick. — Dieses siebente Gebäude ist zufolge der nach Außen wie nach Innen gekehrten Säulengallerien, von denen eine jede bei zwanzig Klaftern Breite hat, um so viel breiter als die andern, so daß die ganze Breite eines solchen Gebäudes hundert Klaftern beträgt. —

[NS 47.19] Wenn aber der Boden oder der Grund eines oder des anderen Wassers uneben ist, so vermehrt das freilich um’s außerordentlich Bedeutende die baulichen Schwierigkeiten, und ist bei dieser Gelegenheit nichts Anderes zu thun, als daß sich gewisse eigens dazu abgerichtete Wassertaucher bequemen müssen in’s Wasser zu steigen, und im Wasser selbst dann entweder den Grund zu ebnen oder wenn derselbe etwa aus Klüften und Abgründen besteht, dieselben mittelst nachgesenkter Materialien auszufüllen;

[NS 50.8] Neben einer jeden Stufenreihe, die nach Außen hinauf bis zur höchsten Höhe führt, und auf beiden Seiten mit tüchtigen Geländern versehen ist, führt auch besonders nach dem innern Theile des Gebäudes hinein eine sogenannte Rutschbahn. Diese dient etwa nicht dazu, als sollten die Menschen auf derselben herabrutschen, sondern sie dient vielmehr dazu, wozu bei euch die sogenannten Ausgüsse dienen; denn diese Bahn ist eine offene Halbröhre, und kann in selbe von einer jeden Staffel alles Unbrauchbare, wie auch aller Unrath hinein geworfen werden, wornach er dann nach diesem Schlauche hinabrutscht; und bleibt irgend Etwas stecken, oder hängen, so wird Solches entweder durch einen nachgelassenen Wasserstrahl fortgeschwemmt, oder es kann auch über das Geländer der Stufen hinaus abgekehrt werden. —

[NS 50.9] Da wir dieses Gebäude links und rechts als ein Staffelwerk gesehen haben, so wird es von selbst einleuchtend sein, daß es ein gleiches Dreieck bilden würde, so wir es irgend mitten durchschneiden würden. Daraus geht aber hervor, daß es unten zu ebener Erde nahe eben so breit sein muß, als es von der Erde bis zur höchsten Staffel hoch ist; aus dem Grunde hat es dann ebenfalls auch einen Durchmesser von siebzigtausend Klaftern, und die Eingangs- und Durchgangsthore sind demnach auch nichts Anderes als bei tausend Klaftern hohe und bei hundert Klaftern breite Tunnels, die in dem Innern sogar durch künstliche Leuchten erleuchtet werden müssen. Solches ist aber in diesem Gürtel wie auch in anderen Gürteln eben nicht so kostspielig, als ihr meinet; denn es giebt in der Sonne eine überaus große Menge weißer Steine, welche so stark von sich selbst leuchten, daß ihr das Licht eines solchen Steines so wenig ertragen würdet, als das Licht der Sonne selbst am hellen Mittage. Aus diesem Steine werden große etwa bei zwei Klaftern im Durchmesser habende Kugeln gemeißelt, und dann auch sowohl in solchen weiten Tunneln, wie auch in den innern Gemächern dieses Gebäudes in gerechten Entfernungen auf viereckige Postamente gestellt; dadurch werden dann sowohl die Tunnel, als die innern Gemächer sogar noch um einige Grade stärker erleuchtet, als euer Erdkörper erleuchtet ist am hellen Mittage. — Dieses Licht ist in der Sonne freilich um’s Ziemliche schwächer, als das äußere Naturlicht; aber dessen ungeachtet noch immer hinreichend stark, um Alles recht deutlich auszunehmen und zu beschauen. —

[NS 50.10] Solcher Eingänge oder vielmehr Durchgänge giebt es bei tausend durch dieses riesenhafte Gebäude. Wenn ihr im Stande seid, euere Phantasie ein wenig zu beleben, so wird euch das Großartige und Wunderbare dieses Gebäudes nicht entgehen. Gehet mit den Füßen eurer Phantasie auch hinauf auf die siebzigste Staffelei dieses Gebäudes, und blicket von dieser hohen Terrasse in die fernen Gegenden herum, wie auch auf alle diese Gebäude, die wir bisher schon haben kennen gelernt, so werdet ihr euch von der außerordentlichen Pracht und Größe eines solchen Gebäudes überzeugen.

[NS 53.2] Also können wir uns füglicher Maßen alsogleich zu diesem Planeten wenden. — Damit wir aber bei diesem Planeten einen Anhaltspunkt haben, um ihn vermöge dieses Anhaltspunktes in die Reihe der Planeten zu stellen, so wird es nothwendig sein, ihm vorerst einen Namen zu geben. Demnach fragt es sich, indem dieser Planet noch keinen Namen bisher von eurer Seite hat, welchen Namen man ihm beilegen solle? — Ihr würdet da sagen: Das ist wohl gleichgültig, wenn er nur einen Namen hat, laute er wie er wolle; man wird sich demnach allzeit Dasselbe unter diesem Namen vorstellen. —

[NS 53.3] Im Grunde hättet ihr freilich wohl Recht; aber wenn ihr bedenket, daß der Name eines oder des anderen Dinges eben nicht so gleichgültig ist, als es Ein oder der Andere denken möchte, so wird es wohl auch hier sehr darauf ankommen, daß wir diesem Planeten keinen Ehren-, sondern einen wahren Namen beilegen. — Wo werden wir aber diesen finden? — Auf der Erde sicher nicht; denn diese weiß noch nichts von ihm. — In dem entsprechenden Sonnengürtel etwa? — Diesen kennen wir noch nicht. — Es wird somit am besten sein, diesem Planeten den Namen zu geben, den er da hat von seinen Bewohnern. — Ihr würdet hier freilich wohl sagen: Aber diese kennen wir ja auch nicht; — Ich aber sage: Wenn auch ihr sie nicht kennet, so kenne schon Ich sie, und weiß sehr genau, wie sie ihren Planeten nennen. Nun fragt es sich: Wie heißt denn einmal dieser Planet? — Miron — [* Derselbe wurde erst am 23. Septbr. 1846 — mithin nahe 4 Jahre später — von Galle in Berlin auf Laverriers in Paris Aufforderung gesucht, am selben Abende gefunden und Neptun benannt. — Ein größerer Beweis für eine übernatürliche, göttliche Offenbarung kann wohl nicht mehr gefunden, und somit auch die Möglichkeit geistiger Mittheilung, des Verbands des Dieß- und Jenseits — ebenfalls nicht mehr bestritten werden. — — *] (was so viel besagt, als: „Welt der Wunder.“) — ist sein Name. —

[NS 56.3] Solches dauert gewöhnlich so lange, bis sich ein Feuerspeier nicht zur Ruhe gelegt hat, oder bis überhaupt der electrische Reichthum einer Gegend sich mit der allgemeinen Electricität in’s Gleichgewicht gestellt hat. Ist Solches geschehen, sodann braucht es nur eines mäßigen Luftzuges, und der ganze Wald wird gleich einer Staubwolke von seinem Territorium gehoben, und über Ländereien hin verstreut; — und dieses ist dann auch das Ende eines solchen Waldes. —

[NS 57.7] Das ist sonach schon ein denkwürdiges Thier dieses Planeten. Seine Nützlichkeit hat zumeist nur das metaphysische Feld zum Grunde, vermöge welchem es eine Uebergangsstufe bildet von dem gewöhnlich metamorphosischen Pflanzenleben in das constante Thierleben; — seine Farbe ist grünlichgrau. —

[NS 57.8] Ein zweites nicht minder denkwürdiges Thier dieses Planeten ist der sogenannte Donnerer. Dieses Thier ist um ein Drittel kleiner denn das vorige, und ist in seiner Art eben einzig und allein diesem Planeten eigen. Dieses Thier hat einen besonders großen Bauch, welchen dieses Thier noch obendrauf bei gewissen Gelegenheiten durch die Entwicklung einer innern Luft also außerordentlich auftreiben kann, daß es dann nicht selten einen Umfang von mehr denn vierzig Klaftern um die Bauchgegend bekommt, während es sonst nur einen Umfang von etwas über zehn Klaftern hat. Dieses Thier hat nahe die Ähnlichkeit mit einem sogenannten Känghuru bei euch, welches Thier bei euch auch den Namen „Beutelthier“ führt; nur hat es einen runden Kopf ungefähr wie ein Affe bei euch, und seine Füße sind ebenfalls also gestaltet wie die eines Affen bei euch, aber natürlicherweise im Verhältnisse zur übrigen Größe des Thieres gehörig stark und fest. —

[NS 57.12] Die Nützlichkeit dieses Thieres ist mit der des vorhergehenden homogen, und wird auch von Seite der Menschen nie Jagd auf dasselbe gemacht, weil es sonst überaus sanfter Natur ist, und keinem anderen Wesen etwas zu Leide thut, außer, wann es verfolgt wird, durch seinen Lärm, den es gewöhnlich so lange fortsetzt, bis sich dessen Feinde weithin geflüchtet haben; sodann aber begiebt es sich wieder an’s Ufer, entladet seinen Bauch von der Luft, und treibt da wieder seine gewöhnliche Lebensweise fort. Die Farbe dieses Thieres ist rücklings dunkelblau, vorwärts aber am Bauche in’s Grünlichgelbe übergehend. —

[NS 57.15] Dieses Thier hat zwar eine zehnfache Größe von einem Pferde bei euch; die Farbe dieses Thieres ist ungefähr also roth, als etwa ein schmutziger Ziegel bei euch. — Die Füße sind im Verhältnisse ziemlich lang und etwas auswärts gebogen, besonders in dem Theile unter dem Kniegelenke, und sind vom Bauche an bis auf die beiden kameelartigen Stumpfklauen mit plump gekrausten Haaren stark bewachsen. Die Hinterfüße sind ebenfalls, wie die vorigen, nach auswärts gebogen, und sind ebenfalls also behaart wie die vorigen. — Die Bauchgegend ist mit zwei Reihen nackter Zitzen behangen, welche nicht selten eine halbe Klafter lang sind. Das Männlein hat zwar etwas kürzere Zitzen, aber desto ausgezeichnetere Genitalien; besonders ist der Hodensack bis zu den Knien der Hinterfüße herabhängend. Der Schweif ist vom Rücken weg ebenfalls mit plump gekrausten Haaren reichlich versehen, und ist sehr lebhaft beschäftiget, um allfällige Insecten vom Leibe zu treiben. Die Rückengegend ist ebenfalls mit plump gekrausten Haaren versehen; und so sieht der Mittelleib, besonders da der Steiß ziemlich stark aufgeworfen ist, einem riesigen Pavian bei euch der Form nach nicht unähnlich bis auf die Füße und bis auf den Schweif. — Von dem ziemlich plump voluminösen Leibe erhebt sich ein schlanker Schwanenhals; auf diesem zierlichen Schwanenhalse sitzt ein euren Mauleseln nicht unähnlicher Kopf; nur sieht er noch stumpfer aus, als der Kopf eines Maulesels, und hat auch noch beiweitem größere und weniger gespitzte Ohren, denn ein Maulesel. Die Ränder der Ohren sind ebenfalls stark behaart in der Art wie die Füße, und vom unteren Kinnbacken hängen ein Paar lange ganz nackte Zitzen von graulichter Farbe, welche nur hier und da mit einigen ziemlich langen Haaren bewachsen sind; — zudem hat es einen sehr weit aufzusperrenden Rachen, aus welchem es eine mehrere Klaftern lange Zunge nach Bedarf strecken kann. — Also wäre die Gestalt dieses Thieres. —

[NS 60.12] Auch das auf diesem Planeten fast durchgängig metamorphosische Reich der Vögel, welches ebenfalls in jeder Hinsicht sehr reichhaltig ist, wird von diesen Gästen im gehörigen Zaume gehalten.

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