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Großes Evangelium Johannes

[6.226.4] Wenn du das Gesagte erwägst, so wird es dir doch etwa dahin ein wenig klarer werden, ob eine noch so endlos große Anzahl von wahren Kindern Gottes einst für die gesamten ewigen und endlosesten Himmel zu groß anwachsen wird! Meinst denn du, daß für den ewig großen Gott eine durch deinen Menschenverstand beschränkte Anzahl für ewig hin genügen würde?! Zähle die Geschöpfe nur dieser Erde, gedenke der überall ins Unendliche gehenden Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit der Pflanzen und Tiere, und du wirst schon daraus entnehmen, daß bei Gott alles ins Unendliche geht, und niemand kann sagen, daß das etwas Unnützes sei!

[6.226.5] Denn so Gott nicht solches in die Pflanzen und Tiere gelegt hätte, so würdet ihr in kurzer Zeit kein Brot mehr haben und kein Fleisch und keine Milch, keinen Wein und kein Obst; weil aber ein Weizenkorn, in die Erde gelegt, hundertfache Frucht bringt, so habt ihr stets Brot zur Genüge und ebenso alles andere. Wenn also Gott gleichfort in allem Unendliches wirkt nach Seiner allerhöchsten Weisheit und endlosesten Macht, kann da jemand sagen, daß das ewige und endlose Erschaffen aus Gott etwas Unnützes sei? Eure eigenen tagtäglichen Leibesbedürfnisse lehren euch schon das blankste Gegenteil, weil ihr ohne Nahrung nicht bestehen könntet! – Verstehst du nun, warum Gott fortwährend so endlos vieles erschafft?“

[6.226.6] Sagte nun ganz erstaunt der Pharisäer: „Ja, Herr und Meister, das sehe ich nun wohl ein und bewundere tiefst Deine Weisheit, – nur muß ich da doch noch offen meine Meinung dahin aussprechen, daß es mir zu grauen anfängt vor der endlosesten Größe und Macht des Schöpfers, und ich frage Dich bloß noch, ob Gott ewig fort erschaffen wird; denn nach Deiner Rede hat das Erschaffen schon schier kein Ende. Ich bitte Dich darum, mir darüber ein Licht zu geben, da es mir sonst ganz schwindlig wird.“

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