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Großes Evangelium Johannes

[6.218.7] Da entdeckte ich auf einmal eine weiß gekleidete Mannesgestalt am Ufer des Meeres hin und her wandeln, die mit ihren Augen das Schiff fixierte und nicht aus den Augen ließ. Ich rief mehrere meiner Gefährten zu mir und machte sie auf die Gestalt aufmerksam. Diese meinten, daß dies vielleicht ein Uferzauberer sei, und man werde ihm ein Opfer geben müssen, auf daß er das Schiff loslasse. Wir gingen darum aus dem Schiffe ans Ufer zu der Gestalt hin, die festen Blickes unser wartete. Bei dem vermeinten Zauberer angelangt, fragte ich festen Mutes die Gestalt: ,Du hältst mein Schiff mit deiner Zaubermacht fest. Aus welchem Grunde denn? Verlangst du ein Opfer als Löse des Schiffes von uns? Rede; denn meine Reise nach Ägypten ist dringend!‘

[6.218.8] Die Gestalt sah mich fest und ernst an und sagte laut und wohl vernehmlich: ,Ich bin kein Zauberer und verlange von dir kein Opfer. Aber da du dich dem Schutze des Jehova der Juden empfahlst, so wurde ich hierher gesandt, um dich vor dem Untergange zu beschützen. Denn wenn du heute abfährst, so bist du in der dritten Stunde der Nacht samt dem Schiffe eine Beute des Meeres! Es wird zwanzig Stunden Weges von hier dem Wasser entlang ein großer Sturm wüten. Wehe dem, den seine Wut erreicht! Morgen aber kannst du fahren, und du wirst deine Fahrt glücklich vollenden.‘

[6.218.9] Darauf fragte ich den Geist: ,Wer bist du denn, und wie lautet dein Name?‘

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