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[BM 94.5] An meiner Brust sollet ihr euch schwingen bis zu den Sternen, und meine Füße sollen euch tragen über harte Wege! und wann die Sonne untergeht, und kein Mond der Erde leuchtet, und der Sterne Schimmer dichte Nebel überdecken, dann solle mein Augenpaar euch erleuchten den Pfad eurer Sehnsucht, und all mein Eingewaide solle euch erwärmen in der frostigen Lebensnacht.

[BM 98.14] Siehe, es ist mir im Anfange doch auch um kein Haar besser gegangen; wenn du wüßtest, was erst mir während meines Hierseins alles für Wunderdinge begegnet sind, ich sage dir, du würdest dich gerade umkehren vor lauter Staunen über Staunen.

[BM 99.3] Spricht Chanchah: „O Freund! das Handeln um den Preis eines Guts kann wohl bei euch zu Hause sein; uns Chinesen aber ist so etwas fremd! Jede Waare, die wir feil bieten, hat ihren bestimmten festgesetzten Preis; wer sie feil bietet, der muß sie auch verkaufen, und davon dem Kaiser den Verkaufszins geben; verkauft der Feilbieter die Waare nicht, so ist das ein Beweis, daß er sie zu hoch geschätzet hat und Wucher treiben wollte, wofür er dann auch der bestimmten Züchtigung nicht entgeht!

[BM 101.2] O Freund! so ich hätte 1000 Herzen, und wäre das schönste Wesen, das je unter den Strahlen der Sonne wandelte, dein sollen alle Herzen sein, und mein schönstes Augenpaar solle nimmer von dir abgewandt werden, so du mir die Wahrheit sagst auf das, was du mir zur Antwort zu geben schuldest; ich aber habe nur Ein Herz; dieß eine Herz aber solle dich lieben wie 1000 Herzen, so du mir ein wahrer Freund bist, und mir zeigest den großen Lama entweder in Worten, oder wo möglich in der That! aber wehe dir, so du dich wagest zu berücken mein Herz, das dich so unermeßlich lieben will!

[BM 104.7] Siehe, also sieht es bei uns aus! daher darf es dir aber auch nicht zu wunderlich vorkommen, so du an mir vielleicht noch so Manches entdecken wirst, was da mit deines Landes Sitten nicht im Einklange stehen wird; denn bei uns sind die Gesetze sehr alt und unendlich streng, und wehe dem, der es da wagen würde, diese uralten Gesetze auch nur im geringsten mildernder auszulegen, indem das noch ganz unverändert dieselben Gesetze wären, die der Lama Selbsten dem ersten Menschenpaare aus den Himmeln ertheilet habe!

[BM 112.10] Martin spricht daher: „Herr! es ist rein unmöglich, dies Scheusal auch nur mehr um ein Haar weiter vorwärts zu bringen!“

[BM 114.4] Rede Ich: „Mein Liebchen, du hast da freilich nicht ganz unrecht; aber er füllet nun dennoch seinen nunmaligen Platz vollkommen aus. Denn siehe, in der großen Ordnung Lama’s sind auch solche Wesen nöthig, die ohne viel nachzudenken sich gleich über eine Sache hermachen, ob sie derselben gewachsen, oder nicht gewachsen sind; das bewirkt, daß dann auch Andere angeeifert werden auch etwas zu thun, und oft viel klüger, als derjenige, der ohne viel Ueberlegung den Anfang machte; denn die gar zu Weisen sind nicht selten zu mückenfängerisch, und getrauen sich oft aus lauter Tiefsinn eine Sache nicht anzugreifen, so lange nicht alle ihre Weisheitsgründe für eine und dieselbe Sache ganz auf ein Haar passen; und also müssen auch Martin’s sein, die weniger Weisheit, aber dennoch einen großen Thateifer in sich tragen, der oft besser ist, als zu viel Weisheit! Daher sei du wegen Martin nur ganz ruhig, er wird seine Sache schon recht machen, so er sie nach Meinem Auftrage angreift und vollzieht!“

[BM 116.19] Hast du aber irgend eine Achtung vor Gott, so achte alles, was aus Ihm ist, und nicht allein dein gesalbtes Haupt, an dem dir mehr, als am Herrn zu liegen scheint! Oder hast du mit deinem gesalbtesten Haupte jene endlosen Urtiefen der Gottheit also auf ein Haar ausgemessen, daß du dann mit einem ewigen Weisheitsgrunde mir entgegen treten könntest, und sagen: Warum bist du so, wie du nicht sein sollest?!

[BM 117.5] Ich bitte darum den Herrn, so Er’s will, daß ich dir darauf antworten solle, mir nur auf eine kurze Weile volle Freiheit zu gewähren, und zwar unter der heiligen Garantie, daß ich weder dir noch Jemand andern auch nur ein Haar krümmen wolle! Wirst du meine Probe bestehen, so will ich dir alle deine Fragen beantworten; wirst du aber die Probe nicht bestehen, so wird das ein Zeichen sein, daß du für eine so tiefe Weisheit noch lange nicht reif bist; aber schließlich füge ich auch noch das bei, daß ich dir nur dann auf den Zahn fühlen werde, so du auf die Beantwortung deiner Frage dringst, und so du es willst! Nun entschließe dich!“

[BM 118.17] Sorge dich auch nicht um den Borem; denn er hat für sich schon alles zur höchsten Genüge; und wann du vollends reif sein wirst, da wird er dich schon auch in seinen Besitz einführen! Gehe aber nun hin zum Borem, und thue, was er thut, Ich aber werde nun mit diesem Gaste ein paar Wörtlein sprechen!“

[BM 126.10] Daß sie aber völlig ohnmächtig sind, könnet ihr ja auch aus dem leicht ersehen, daß sie sich auch nicht um ein Haar breit über’s Bad heraus bewegen können; welch ein Ruhm aber wäre dann das für uns, so wir uns nun an ihnen rächen möchten, dieweil wir mächtig, sie aber völlig ohnmächtig sind? Ich meine, dieser Ruhm gliche dem eines Löwen, so er sich zu einem Mückenfänger herabwürdigen möchte!

[BM 127.6] Ich sehe wohl, daß du Mich nun abermals fragen möchtest und sagen: Ja wenn also, warum sei denn die Thüre dir schon ein paar Male offen gestanden? und warum sei sie, als du sie zum ersten und zum zweiten Male betrat’st, nicht die letzte gewesen? Ich aber sage dir, fürs Erste gehörst du nicht mehr zu diesen Gästen, die erst der Wiedergeburt gewärtig werden müssen; und fürs Zweite, was die anderen Thüren betrifft, die du nach der Sonnenthüre betratst, so wird wohl jeder Geist, nach seiner Wiedergeburt doch sich zu einer Thätigkeit im Lichte, oder in klarer Einsicht und Erkenntniß bequemen wollen?!

[BM 136.10] O saperment, o saperment, ah, diese un- unendliche Schönheit! ach, diese Augen so feurig wie die Sonne selbst, diese Haare gleich dem blanksten Golde; dieser Nacken! welche Weiche, welche Rundung! welche unaussprechliche Zartheit!

[BM 140.10] Spricht Martin: „Aha, aha, eure Weisheit fängt schon an Haare zu lassen! O, sorget euch um die Größe eures Herzens nicht; das wird bald für gar viel Liebe groß genug sein! Saget, die welche aus euch könnte mich umarmen, und so recht fest drücken an ihre Brust?!“

[BM 141.4] Reden die drei Männer: „Deiner Rede Sinn ist ohne Ordnung, somit ohne Weisheit, und sonach für uns nicht faßbar, daher rede weise, so du mit uns redest! – – Wohl wissen wir, daß du aus der Gemeinde der Kinder des großen Urgeistes bist; auch kennen dich unsere höchsten Weisen schon von deinem Planeten aus; aber das alles ist so lange werthlos bei uns, als wie lange du nicht mit dem Kleide der Weisheit augethan sein wirst; aus diesem Grunde gebieten wir dir denn auch im Namen der höchsten Weisheit dieser großen Lichtwelt, daß du alsobald diese Drei von dir lassest, ansonst dir ein großes Unheil widerfahren solle, sowie der ganzen großen Schaar, die dir folget! Gehorche! oder wir rufen unsere mächtigsten Geister, daß sie Hand an euch legen sollen!“

[BM 142.4] (Martin) „Höret mich an, ihr endlos schönsten Töchter! Sehet, eine gar bedeutende Anzahl von Weibern von meinem Planeten fangen nun an sich hervorzudrängen, um ihre gestaltliche Schönheit mit der euren zu vergleichen; da ihr aber gegen sie gestaltlich zu unendlich schön seid, so zwar, daß eure Schönheit die ein wenig eitlen auf eine längere Weile förmlich tödten könnte, so verhüllet mit euren überreichen Haaren auf eine kurze Weile euer Gesicht; und enthüllet nach und nach dasselbe wieder, so ich euch dazu den Wink geben werde! O thuet mir diesen Gefallen!“

[BM 142.7] Sagen die Drei: „O, so schiebe du selbst uns die Haare über das Gesicht! denn du wirst es am besten wissen, wie unser Gesicht verdeckt sein muß, um jenen, die nun zu uns hervorkommen, nicht gefährlich zu sein!“

[BM 142.16] Sprechen die Nonnen: „Wir sehen nichts denn Haare und blaue Faltenkleider, dergleichen auch wir haben; aber wir wollen das offene Gesicht, die Brust und die Arme sehen!“

[BM 142.25] Spricht Martin: „Gut, gut, kommet nur her und machet eure Augen recht weit auf, so wird euch eure dumme Eitelkeit bald vergehen!“ Hier wendet er sich zu den Dreien, und spricht (Martin): „Nun meine geliebtesten Töchter, thut aus dem Gesichte eure Haare, und lasset es diese Eitlen sehen!“

[BM 142.29] Mit diesem letzten Worte schieben alle Drei zugleich ihr Haar auf die Seite, und ihrer zu großen Schönheit strahlendster Glanz macht bei den neugierigen eitlen Nonnen ungefähr eine ähnliche Wirkung, als so da eine jede von zehn Blitzen zugleich und auf einmal wäre getroffen worden! Alle stürzen wie über einen Haufen zusammen, und nur Einige aus ihnen schreien mit einer dumpfen Stimme:

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