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[FL 0.5] Ein Flügelpaar, zart, gleich dem Aether, hab' Ich ihr gegeben, / Damit sie sich sollte gar leicht in die Lüfte erheben, / Und kreisen da munteren Flugs in den Strahlen der Sonne, / Und saugen da Licht mit den Äuglein der goldenen Krone, / Dann tragen dasselbe zum Leben der toten Gebilde / Und zeugen der Härte von Meiner belebenden Milde.

[FL 2.7] Wenn ihr nur einmal eine Fliege recht aufmerksam betrachtet habet, so müßt ihr ja wohl bemerkt haben, daß die Fliege allenthalben an ihrem kleinen Körper mit kleinen Härchen und andern kleinen hornartigen Spitzen versehen ist, ja sogar das Flügelpaar an den äußersten Rändern mit einer Unzahl strahlenförmig auslaufender Spitzfederchen.

[FL 3.8] Wie die Fliege also voll Härchen und Spitzchen ist, haben wir schon bei der Entdeckung des ersten Wunders gesehen, da Ich euch ihr Gehen erläuterte. Allein das ist nicht die einzige Ursache, darum dieses Thierchen so behaart und bestachelt ist. Ihr werdet sobald erfahren, wozu jedem dieser Thierchen auch ein Flügelpaar zum Fliegen verliehen ist.

[FL 3.9] Sehet, dieses Thierchen wird durch das Einsaugen des elektrischen Stoffes (auf die schon bekannte Weise) also leicht, daß es gegen die Anziehungskraft der Erde nicht das allergeringste Gewicht mehr äußert, und darum von seinem kleinen Flügelpaare dann gar leicht, in allen Richtungen der Luft, herumgetragen wird.

[FL 4.11] Sehet, unsere Fliege hat auch ein Augenpaar, welche für dieses Thierchen so groß sind, daß sie nahe den siebenten Theil ihres ganzen Wesens ausmachen. Ein jedes Auge für sich ist aber nicht etwa ein einzelnes Auge, sondern besteht wieder aus mehr denn tausend kleinen Augen. Diese Augen sind so ordnungsmäßig aneinander gereiht, wie die Zellen eines Bienenstocks, und laufen, ein jedes für sich kegelförmig zugespitzt, endlich alle auf einen gemeinsamen Sehpunkt zusammen und dienen auf diese Weise dem Thierchen als ein für euch unbeschreiblich stark vergrößerndes Mikroskop, mit dessen Hilfe dann dieses Thierchen sogar jedes einzelne der vorerwähnten atomischen Thierchen sehen kann. (In kleine Schrift: Her ihr Optiker, ein unschätzbares neues, uraltes Kunstobjekt.)

[FL 4.13] Nebst den Augen aber hat dieses Thierchen auch noch ein Paar kleine Fühlhörnchen, welche ihm statt der Nase dienen, und da es die Augen nur in kurzen Distanzen gebrauchen kann, so dienen ihm diese Fühlhörnchen oft auf sehr weite Distanzen, ja Ich sage euch: Es gibt einige Fliegen, die mittelst dieser Fühlhörnchen irgend eine ihnen wohlschmeckende Nahrung stundenweit riechen.

[FL 9.26] Ein Beispiel wird euch die Sache anschaulich machen. Was bemerket ihr an einem Menschen, dessen Herz noch voll Hochmuthes ist, so er von irgend woher einen so recht derben, demüthigenden Stoß erhält? Wird er nicht sobald über die Maßen in Zorn gerathen, also zwar, daß er darob am ganzen Leibe vor Grimm zu beben wird anfangen und seine Augen glühend werden, als wäre hinter ihnen eine Feueresse angebracht, und seine Haare werden sich sträuben nach allen Seiten? — So er sich in seiner gleichgesinnten Umgebung befindet, wird diese nicht auch sobald, wenn auch nicht in diesem hohen Grade, aber dennoch nach dem Grade der Befreundung entweder mehr oder minder mit zornig werden?

[FL 10.29] Was aber die Fortpflanzung dieses Lichtes betrifft, so mache Ich euch bloß nur auf die noch zu vollendenden Geister aufmerksam, die da sich noch immerwährend von der Sonne entfernen müssen; so habt ihr ja diejenige Fortpflanzung des Lichtes auf ein Haar erläutert, davon schon bei der Bildung des Planetenknotens vorerst die Rede war und habet ihr auch hiermit das Wesen der euch schon oft erwähnten, von der Sonne ausgehenden atomischen Thierchen, durch welche die Schwingungen der schon vollendeten Geister als eine stärkende Gabe auf die Reise ihrer Vollendung mitgegeben werden.

[FL 12.9] Ja, der Himmel in seiner menschlichen Hinsicht ist also groß, daß alle die zahllosen Milliarden der Hülsengloben, aus denen dieser große Weltmensch besteht, sehr bequem in dem Rohre eines Härchens auf seinem Leibe Platz hätten, so zwar, daß sie alle ihre Bewegungen in selbem machen könnten, ohne nur je die Wände dieses Haarröhrchens zu berühren.

[FL 12.10] Nun denket euch, wie viel Leben hat nun dieser Himmelsmensch schon in einem Haarröhrchen, oder wenigstens in einem dem Haarröhrchen entsprechenden andern Leibestheile, und wie viel Leben muß er erst dann in einem Gliede haben, wie viel in seinem Herzen erst, und wie viel in seinem ganzen Leibeswesen, und doch denkt dieser ganze Himmelsmensch für sich nur als ein einfacher für sich allein bestehender Mensch; während doch in ihm zahllose Milliarden und Milliarden von den allervollkommensten Engeln und Geistern alle also abgeschlossen für sich denken und leben, wie der große Himmelsmensch.

[ZS 1.5] Und fraget, was geschieht denn nun diesen Menschen, die da hinein kommen? Da sehet nur ein wenig her gegen Morgen; seht, da stehen schon eine Anzahl todtenbleicher Schaaren, umgeben von allerlei bewaffneten Menschen und giftigen Richtern, und sehet weiter da eine Anzahl Mordinstrumente, mit denen diese Unglücklichen hingerichtet werden. Allda sehet ihr brennende Scheiterhaufen, da Galgen, Schaffote und vielerlei andere Mordinstrumente. Sehet, das ist die letzte Besserungsanstalt für solche moralische Verbrecher!

[ZS 2.2] Hier ist nichts zu finden, als das krasseste Heidenthum, und wenn auch noch hie und da eine christliche Schaar zu Mir betet, wie sich auf dem Bilde darstellet durch die kleinen nackten und blutenden Menschengruppen. Da sehet hübsch in der Mitte von Asien eine riesenhafte Burg im Hochlande; es ist die Burg des Gottes Brama. Sehet, Dieser stellt es recht an; denn er versteht die Kunst, sogar die Könige zu prellen, und sie mit Dreck zu füttern.

[ZS 6.1] Nachdem ihr euch hinreichend sattsam auf einem Punkte des nördlichen Amerika's umgesehen habt, so wollen wir unsere Blicke an der Tafel wieder zur Seeküste hinlenken und uns allda noch ein paar Augenblicke lang verweilen, bis dieses große Schiff, das ihr hier an der Küste sehet, voll bepackt wird mit Zucker; alsdann erst wollen wir mit diesem Schiffe eine Reise mitmachen, dahin das Schiff seine Segel richten wird.

[ZS 6.5] Nun seht, ist Alles daher gebracht. Der Engländer übernimmt die Waare, und macht Richtigkeit dafür mit dem gegenwärtigen Buchhalter des Zuckerplantagen-Inhabers.

[ZS 6.9] und diese Armen sind erst dann außer aller Gefahr, wenn alle die Waare glücklich in's Schiff gebracht worden ist, woselbst dann natürlich die Karren wieder zurück genommen werden, statt der Kisten sich die Vögte darauf lagern, wo es dann zu ihrer Lustbarkeit und ihrem Vergnügen in beständigem Galop gehen muß, welches Schnellfuhrwerk sie mit ihrem Peitschengeschnalze gar wohl zu bewerkstelligen wissen.

[ZS 6.23] Sehet, das Wrack hängt an dieser Klippe und eine Menge Menschen klammern sich an die über den Wasserspiegel ragenden Schiffsrippen, eine kleinere Menge schwimmt auf den elenden Fahrzeugen ihrem sichern Tode entgegen; aber der Capitain und der Inhaber der Waaren kauern am hervorragenden Maste und ringen von größter Verzweiflung ergriffen nun schon am 3ten Tage nach dem Schiffbruche mit dem Tode; also auch die andern Reisenden auf dem Schiffsgerippe.

[ZS 7.24] Nebst ihnen giebt's noch eine andere Gattung bösartiger Vögel, welche fast das Aussehen von einem Strauße haben; sie haben statt der Federn Haare, und haben einige gar keine Flügel, andere aber haben Flügel gleich einer Fledermaus. —

[ZS 8.11] Hier werden freilich keine Deportirten abgesetzt; aber die armen Einwohner dieser Insel sind selbst beinahe um kein Haar besser daran, als die Sclaven in Nordamerika.

[ZS 8.40] denn so lange irgend ein Mensch aus Habsucht und Geiz seine Mitmenschen tyrannisirt, so ist er wohl zu vergleichen einem Teufel, der ein baarer Diener des Satans fist; denn mag die Tyrannei noch so arg sein, so ist doch wenigstens gewiß, daß der gemißhandelte Theil wenigstens bis in den innersten Tropfen des Marks gedemüthigt wird, und es wird ihm, wenn auch auf eine tyrannische Weise, doch wenigstens ein Begriff vom Christenthume beigebracht, in Folge dessen solche Arme im Hinblicke auf Mein Kreuz ihr Elend erträglich und verdienstlich erdulden.

[ZS 8.44] ja Ich sage, euch würden die Haare an der Stelle schneeweiß zu Berge steigen, wenn ihr auf einem andern Orte sehen würdet, wie die Menschen an große Schleifsteine gehalten bis auf die letzte Faser zusammen geschliffen werden, ja ihr würdet euere Augen unvermeidlich schließen, wenn ihr auf einer andern Insel Menschen mit geknebelten Armen und Füßen auf Baumästen an den Geschlechtstheilen würdet aufgehängt antreffen, und das weibliche Geschlecht aber, durch die Schamlippen einen Strick gezogen, hernach erst an den Füßen des männlichen Geschlechtes hängend. —

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